Staatsexamen nach GymPO I von 2009

Prüfungsteile

Abgesehen von den vielen studienbegleitenden Prüfungsleistungen über das gesamte Studium hinweg umfasst die eigentliche Examensphase im Lehramtsstudium nach der 'neuen’ Prüfungsordnung von 2009 die Abfassung der Wissenschaftlichen Arbeit (häufig ‚Zulassungsarbeit‘ genannt, was insofern nicht korrekt ist, als die Note der Arbeit in die Examensnote eingerechnet wird und es nicht nur um Zulassung geht) und die Fachprüfungen in den beiden Hauptfächern (zzgl. etwaiger Erweiterungsfächer im Anschluss). Meldet man sich noch im 10. Fachsemester zur Prüfung an, kann man die Prüfungen der beiden Fächer auf zwei aufeinanderfolgende Semester splitten; danach müssen beide Fächer parallel im selben Semester absolviert werden.
In den romanistischen Fächern besteht, wie in den meisten anderen Fächern auch, diese Fachprüfung aus einer mündlichen Prüfung, die unter Hauptfachbedingungen 60 Minuten, unter Beifachbedingungen 45 Minuten dauert.
Typischerweise sieht der zeitliche Ablauf der Examensphase pro Fach folgendermaßen aus:

 

bei Abschluss im Sommersemester:   bei Abschluss im Wintersemester:   Schritt  
(beliebiger Zeitpunkt nach Zwischenprüfung) (beliebiger Zeitpunkt nach Zwischenprüfung)

Anmeldung Wissenschaftliche Arbeit beim Landeslehrerprüfungsamt (Link) und Abfassung der Arbeit innerhalb von 4 Monaten

bis 15.09. des vorherg. Jahres bis 15.03. ! Interne Anmeldung der Wunschprüfer über die Datenbank des Romanischen Seminars 
Ohne fristgerechte Anmeldung erfolgt keine Prüferzuteilung!
zwischen 15.09. und 25.10. zwischen 15.03. und 25.04.

KandidatInnen bekommen Rückmeldung (per e-Mail) über die zugeteilten Prüfer Absprache der Themen mit den PrüferInnen

bis zum 31.10. bis zum 30.04. ! Anmeldung zum mündlichen Staatsexamen mit Angabe der PrüferInnen und Themen beim Landeslehrerprüfungsamt (Link)  
Wintersemester vor der Prüfung Sommersemester vor der Prüfung

Besuch der letzten Lehrveranstaltungen
Erbringen der letzten Studien- und/oder Prüfungsleistungen
optional: Besuch der Examenskolloquien der PrüferInnen

ca. Anfang April ca. Anfang Oktober

Prüfungstermine werden per Aushang und auf den Seiten des Landeslehrerprüfungsamts (hier) veröffentlicht

erste Maihälfte erste Novemberhälfte

mündliches Staatsexamen


Wissenschaftliche Arbeit

Die Wissenschaftliche Arbeit kann in einem der beiden Hauptfächer verfasst werden, nicht jedoch im Erweiterungsfach; bei Fächerverbindungen mit Musik muss die Wissenschaftliche Arbeit im Fach Musik angefertigt werden. Sie vereinbaren mit einer/m Betreuer/in (Professor/in oder prüfungsberechtigter hauptamtlicher Mittelbau) Ihrer Wahl ein Thema und melden dieses per Formblatt (hier) an das Landeslehrerprüfungsamt. Dann läuft die Bearbeitungszeit von 4 Monaten, innerhalb der Sie im Bedarfsfall Unterstützung durch Ihre/n Betreuer/in erhalten können. Es ist sinnvoll, während dieser Zeit möglichst keine arbeitsintensiven wissenschaftlichen Veranstaltungen (etwa Hauptseminare) zu besuchen, sondern sich auf einige wenige Kurse zu beschränken. Sollte es ein von Ihrem/r Betreuer/in durchgeführtes oder zumindest das Fachgebiet Ihrer Wissenschaftlichen Arbeit betreffendes Examenskolloquium geben, wäre das eine Plattform für die kritische Diskussion der Arbeit und daher in dieser Phase angeraten. Die Wissenschaftliche Arbeit kann zu einem beliebigen Zeitpunkt im Hauptstudium angefertigt werden; ratsam ist aufgrund des höheren Wissens- und Erfahrungsstandes eine Abfassung in Examensnähe, wenn die Mehrheit der Pflichtveranstaltungen bereits absolviert wurden.

Die Note der Wissenschaftlichen Arbeit macht ca. 9% der Staatsexamens-Endnote aus.

 

Mündliche Prüfung

Der Zeitraum für die mündlichen Prüfungen liegt in der Regel im Wintersemester zwischen Anfang und Mitte November und im Sommersemester zwischen Anfang und Mitte Mai.

Die mündliche Prüfung dauert im Hauptfach 60 Minuten, im Beifach 45 Minuten. Die mündliche Prüfung erstreckt sich zu etwa einem Drittel (Hauptfach 20 Minuten) auf die zwei gewählten literaturwissenschaftlichen, zu einem Drittel auf die zwei gewählten sprachwissenschaftlichen Spezialgebiete sowie zu einem Drittel auf einen Überblick im Sinne einer Gesamtschau des Prüfungsfaches (Überblicks- und Grundlagenwissen). Die Spezialgebiete dürfen nicht das Gebiet der wissenschaftlichen Arbeit berühren. Fachdidaktik ist nicht Gegenstand der mündlichen Prüfung. Über die vereinbarten Prüfungsthemen hinaus wird ein Überblick über das Fach erwartet; hierzu gehören auch Kenntnisse der Literatur des betreffenden Sprachgebiets, wie sie durch die Lektürelisten vorgegeben wird.

Das Ergebnis der mündlichen Prüfung wird direkt im Anschluss verkündet und bei Bedarf erläutert. Die mündliche Prüfung macht im Hauptfach ca. 15% der Gesamtnote des Staatsexamens aus. 

Wie werden PrüferInnen und Themen der mündlichen Prüfung festgelegt? Sie tragen sich in die interne Prüfungswunschdatenbank des Romanischen Seminars ein. Die Datenbank ist geöffnet bis 15.03. für den Herbsttermin und bis 15.09. für den Frühjahrstermin des folgenden Jahres. Die Prüfungswunschanmeldung ist wesentlich für die Organisation des mündlichen Examens; ohne rechtzeitige Anmeldung erfolgt keine Prüferzuteilung und es ist nicht gewährleistet, dass die betroffenen KandidatInnen rechtzeitig vor der Anmeldung beim Landeslehrerprüfungsamt eine/n Prüfer/in haben. Die Prüferwünsche werden meist berücksichtigt, es besteht aber im Interesse einer möglichst gleichmäßigen Arbeitsteilung der PrüferInnen leider kein Anspruch auf Berücksichtigung eines Prüferwunsches (wohl aber auf die Prüfung selbst, wenn Sie diese rechtzeitig beim Landeslehrerprüfungsamt anmelden). Den genauen zugewiesenen Prüfungstermin erfahren Sie wenige Wochen vor den Prüfungen über Aushänge am Romanischen Seminar oder in der Terminübersicht, die Sie auf den Seiten des Landeslehrerprüfungsamtes hier herunterladen können.

Nach Verteilung der KandidatInnen werden Sie von Ihren PrüferInnen per e-Mail so rechtzeitig kontaktiert, dass genug Zeit bleibt, um die Prüfungsthemen (je 2 Spezialgebiete plus ggf. Absprache zum Überblickswissen) zu vereinbaren, die mit der Anmeldung zur wissenschaftlichen Prüfung (also zusammen mit der Meldung zum schriftlichen Examen beim Landeslehrerprüfungsamt, siehe oben) genannt werden müssen. Diese Spezialgebiete sind üblicherweise Fragestellungen, Methoden oder Forschungsbereiche, wie sie auch für wissenschaftliche Seminare abgegrenzt werden, also z.B. "Morphologie des Spanischen", "Das Theater Goldonis" oder "Paris in der Lyrik der Moderne"; es besteht aber auch die Möglichkeit zu anderen Themenstellungen, wenn der/die zuständige PrüferIn dem zustimmt. Sollte ihr/e Prüfer/in ein Kolloquium anbieten, so ist es ratsam, diesen Kurs im Semester vor dem Examen zu besuchen.

Mögliche Prüfer sind die ProfessorInnen des Romanischen Seminars, also derzeit
in der Sprachwissenschaft: Prof. Jacob, Prof. Kailuweit, Prof. Pfänder [z.Zt. teilweise vertreten von Dr. Francesco Azzarello und Dr. Oliver Ehmer]
in der Literaturwissenschaft: Prof. Frömmer, Prof. Gelz, Prof. Herlinghaus.
Ob und welche weiteren Prüfer es gibt, sehen Sie bei der Prüfungswunschanmeldung.


Details zu den fachspezifischen Anforderungen des Staatsexamens in den einzelnen Fächern finden Sie in der GymPO in Anlage A (direkter Link hier). 

 

Ansprechpartner für weitere Fragen

Studiengangkoordinator Lehramt:
Dr. Frank Reiser
email: frank.reiser@romanistik.uni-freiburg.de
Sprechstunde: Fr 10.15 Uhr, Raum 1389