Im Folgenden werden die punktuellen Prüfungen im ‘alten’ Lehramtsstudium (Beginn vor WiSe 2010/11 oder per Übergangsregelung) beschrieben. Die B.A.-Studiengänge und das Lehramtsstudium nach der neuen Prüfungsordnung von 2010 beinhalten studienbegleitende Prüfungsleistungen, die den jeweiligen Studienplänen (im Menüpunkt "Studiengänge") zu entnehmen sind.
Die Zwischenprüfung ist eine einstündige mündliche Prüfung bei der hälftig die Grundkenntnisse in Sprachwissenschaft und in Literaturwissenschaft geprüft werden. Details zu den Inhalten der Prüfung finden Sie auf den Aushängen vor dem Romanischen Seminar sowie auf einem Informationsblatt, das bei der Aufsicht der Seminarbibliothek erhältlich ist. Ein Informationsblatt zu Orientierungs- und Zwischenprüfung finden Sie hier.
Die Zwischenprüfung muss bis zum Beginn der Vorlesungszeit des 7. Fachsemesters abgelegt sein. KandidatInnen melden sich im betreffenden Semester bei Frau Rieche, Zimmer 1479 an, und zwar bis Ende Juni (SoSe) bzw. bis Mitte Januar (WiSe). Näheres wird per Aushang bekanntgegeben.
Die Prüfungsphase im Staatsexamen nach der Prüfungsordnung von 2001 (‚altes‘ Lehramtsstudium) umfasst die Abfassung der Wissenschaftlichen Arbeit (häufig ‚Zulassungsarbeit‘ genannt, was insofern nicht korrekt ist, als die Note der Arbeit in die Examensnote eingerechnet wird und es nicht nur um Zulassung geht) und die Fachprüfungen in den beiden Hauptfächern (zzgl. etwaiger Erweiterungsfächer im Anschluss). Meldet man sich noch im 10. Fachsemester zur Prüfung an, kann man die Prüfungen der beiden Fächer auf zwei aufeinanderfolgende Semester splitten; danach müssen beide Fächer parallel im selben Semester absolviert werden. In den romanistischen Fächern besteht diese Fachprüfung aus zwei schriftlichen Prüfungen (Klausuren) und der mündlichen Prüfung. Typischerweise sieht der zeitliche Ablauf der Examensphase pro Fach folgendermaßen aus:

Die Wissenschaftliche Arbeit kann in einem der beiden Hauptfächer oder im Bereich der Pädagogischen Studien verfasst werden. Hierzu vereinbaren Sie mit einer/m Betreuer/in (üblicherweise Professor/in) Ihrer Wahl ein Thema und melden dieses per Formblatt (hier) an das Landeslehrerprüfungsamt. Dann läuft die Bearbeitungszeit von 4 Monaten, innerhalb der Sie im Bedarfsfall Unterstützung durch Ihre/n Betreuer/in erhalten können. Es ist sinnvoll, während dieser Zeit möglichst keine arbeitsintensiven wissenschaftlichen Veranstaltungen (etwa Hauptseminare) zu besuchen, sondern sich auf einige wenige Kurse zu beschränken. Sollte es ein von Ihrem/r Betreuer/in durchgeführtes oder zumindest das Fachgebiet Ihrer Wissenschaftlichen Arbeit betreffendes Examenskolloquium geben, wäre das eine Plattform für die kritische Diskussion der Arbeit und daher in dieser Phase angeraten. Die Wissenschaftliche Arbeit kann zu einem beliebigen Zeitpunkt im Hauptstudium angefertigt werden; ratsam ist aufgrund des höheren Wissens- und Erfahrungsstandes eine Abfassung in Examensnähe, wenn alle oder fast alle Pflichtveranstaltungen bereits absolviert wurden (‚scheinfrei‘). Die Wissenschaftliche Arbeit kann auch nach der mündlichen Prüfung verfasst werden, sofern die Anmeldung spätestens vier Wochen vor der ersten mündlichen Prüfung erfolgte – aber ratsam ist das nicht.
Die Note der Wissenschaftlichen Arbeit macht 10% der Staatsexamens-Endnote aus.
Die schriftliche Prüfung findet zwischen Mitte August und Mitte September (‚Herbsttermin‘) bzw. im März (‚Frühjahrstermin‘) statt. Sie muss spätestens zum 30.04. (Herbsttermin) bzw. zum 30.10. (Frühjahrstermin) beim Landeslehrerprüfungsamt angemeldet werden (hier mit Link ‚Termindateien‘ und ‚Meldeformulare‘), zusammen mit den Prüfern und Themen des mündlichen Examens (dazu mehr unten).
In den romanistischen Lehramtsfächern besteht die schriftliche Prüfung aus zwei Klausuren, die jeweils 20% der Fachnote und damit 8% der Staatsexamens-Endnote ausmachen:
1. Übersetzungsklausur Deutsch-Französisch bzw. -Spanisch bzw. -Italienisch (4 Stunden). Im Hauptfach kann die Klausur teilweise eine Texttransformation (z.B. Zusammenfassung in der romanischen Zielsprache) umfassen.
2. Fachwissenschaftliche Klausur (5 Stunden), nach Wahl der/des Kandidatin/en im Bereich Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft. Auch diese Klausur ist in der studierten Sprache zu schreiben.
Die Klausuren werden zur Begutachtung unter den FachvertreterInnen verteilt; Sie haben keinen Einfluss auf die Wahl der KorrektorInnen.
Zu den Inhalten und der Vorbereitung der Fachklausur:
In der Sprachwissenschaft wird jedes Semester mind. eine Vorlesung angeboten, aus deren Themenbereich die Klausur für den darauffolgenden Prüfungstermin gestellt wird (also die Examensvorlesung des SoSe gilt für den Prüfungstermin August/September [Herbsttermin], die des WiSe für März [Frühjahrstermin]). Die Vorlesung/en (und damit die linguistischen Prüfungsthemen) ändert sich in der Regel jedes Semester; Sie erfahren mit Veröffentlichung des Vorlesungsverzeichnisses, also Mitte des vorhergehenden Semesters und damit ca. 9 Monate vor den Klausuren, dort und auf dieser Seite weiter unten die Themen. In der Klausur haben Sie meist die Wahl aus mehreren Fragen, die in der jeweiligen romanischen Sprache zu beantworten sind. Hinzu kommt eine Übersetzung aus einem romanischsprachigen wissenschaftlichen Text ins Deutsche. Das jeweilige Textkorpus wird in der/den Vorlesung/en abgesteckt. Alternativ gibt es eine zweite, linguistisch-altsprachliche Klausur, in der ein altfrz. bzw. -span. bzw. -ital Text zu übersetzen und zu analysieren ist, und in der Fragen zur altsprachlichen Grammatik/Lautung/Lexik sowie zu literaturwissenschaftlichen Aspekten gestellt werden. Zur Vorbereitung auf diese Klausur gibt es eigene examensvorbereitende Veranstaltungen sowie altsprachlich orientierte (ggf. auch von Literaturwissenschaftlern abgehaltene) Hauptseminare.
Die examensrelevanten wissenschaftlichen Kurse für den Herbsttermin 2013 sind die folgenden Kurse des SoSe 2013:
Sprachwissenschaftliche Examensvorlesung:
für Französisch:
Grammatik der gesprochenen Sprache
Do 14–16, HS 3042
Prof. Dr. Stefan Pfänder
für Spanisch:
Grammatik der gesprochenen Sprache
Di 16–18, HS 3118
Prof. Dr. Daniel Jacob
für Italienisch:
Italienische Syntax
Mo 14–16, HS 1016
Prof. Dr. Rolf Kailuweit
Veranstaltungen für die alten Sprachstufen:
Altfranzösisch für das Staatsexamen
Mi 18–21 (14täglich; erste Sitzung am 24.10.), HS 1034
PD Dr. Thomas Städtler
Altspanisch für das Staatsexamen
Mi 14–16, Raum 1108
Prof. Dr. Daniel Jacob
Lectura Dantis
Mi 12–14, Raum 1265
Dr. Francesco Azzarello
Zur sprachpraktischen Examensvorbereitung siehe unten auf dieser Seite.
In der Literaturwissenschaft sind für jede Sprache zwei Rahmenthemen mit je drei Texten vorgegeben. Die Rahmenthemen gelten immer für mehrere aufeinanderfolgende Semester; eine Änderung wird mindestens ein halbes Jahr im Voraus auf dieser Seite und per Aushang angekündigt. In der Klausur wird zur Wahl des/r Kandidaten/in aus jedem Rahmenthema ein Textauszug gestellt, der im Kontext des Rahmenthemas sowie des betreffenden Werks und seiner kulturellen (ggf. medienspezifischen), sozialen und politischen Zusammenhänge in der jeweiligen romanischen Sprache zu interpretieren ist; dies kann durch gezielte Leitfragen spezifiziert werden. Hinzu kommt die Übersetzung eines Teils des gestellten Textes ins Deutsche.
Die aktuellen literaturwissenschaftlichen Rahmenthemen (mind. bis Herbsttermin 2013):
für Französisch:
(A) Französische Romantik
Chateaubriand: Atala und René, Mme de Staël: Corinne ou l'Italie, Constant: Adolphe
(B) Französische Moderne
Baudelaire: Les fleurs du mal, Proust: Du côté de chez Swann, Simon: La route des Flandres
für Spanisch:
(A) Spanische und hispanoamerikanische Literatur des 17. Jahrhunderts
Miguel de Cervantes: Novelas ejemplares (1613), Francisco de Quevedo: El Buscón (1626), Sor Juana Inés de la Cruz: El divino narciso (1690)
(B) Spanische und hispanoamerikanische Literatur der Aufklärung
Benito Jerónimo Feijoo: El teatro crítico universal o discursos varios en todo género de materias, para desengaño de errores comunes (1726-1739/40) (darin: Prólogo [I (1726)], Voz del pueblo [I, 1 (1726)], Eclipses [I, 9 (1726)], Cometas [I, 10 (1726)], Paralelo de las lenguas castellana y francesa [I, 15 (1726)], Defensa de las mujeres [I, 16 (1726)], Mapa intelectual y cotejo de naciones [II, 15 (1728)], Amor de la patria y pasión nacional [III, 10 (1729], Reflexiones sobre la historia [IV, 8 (1730], Tradiciones populares [V, 16 (1733)], El no sé qué [VI, 12 (1734)]), José Cadalso: Cartas marruecas (1774/1793), José Joaquín Fernández de Lizardi: El Periquillo Sarniento (1816)
für Italienisch:
(A) Italienische Renaissance
Ariosto: Orlando furioso, Castiglione: Il libro del cortegiano, Machiavelli: La mandragola und Il principe
(B) Der italienische Roman des 20. Jahrhunderts
Pirandello: Quaderni di Serafino Gubbio operatore, Vittorini: Uomini e no, Calvino: Se una notte d’inverno un viaggiatore
Der Zeitraum für die mündlichen Prüfungen liegt zwischen Mitte Oktober und Mitte November (Herbsttermin) bzw. zwischen Mitte April und Mitte Mai (Frühjahrstermin).
Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Es kann Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft als Hauptgebiet gewählt werden; in diesem Fall kommen dem Hauptgebiet etwa zwei Drittel der Prüfungszeit zu. Wird kein Hauptgebiet genannt, so werden Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft etwa gleich lang geprüft.
Wie werden PrüferInnen und Themen der mündlichen Prüfung festgelegt? Sie tragen sich in die interne Prüfungswunschdatenbank des Romanischen Seminars ein. Die Datenbank ist geöffnet bis 15.03. für den Herbsttermin und bis 15.09. für den Frühjahrstermin des folgenden Jahres. Die Prüfungswunschanmeldung ist wesentlich für die Organisation des mündlichen Examens; ohne rechtzeitige Anmeldung können naturgemäß keine Prüferwünsche berücksichtigt werden und der/die KandidatIn ist selbst für die Einhaltung der Anmeldefristen und seine/ihre Aufnahme in die Mailverteiler und KandidatInnenlisten verantwortlich. Die Prüferwünsche werden meist berücksichtigt, es besteht aber im Interesse einer möglichst gleichmäßigen Arbeitsteilung der PrüferInnen leider kein Anspruch auf Berücksichtigung eines Prüferwunsches (wohl aber auf die Prüfung selbst, wenn Sie diese rechtzeitig beim Landeslehrerprüfungsamt anmelden). Den genauen zugewiesenen Prüfungstermin erfahren Sie über Aushänge am Romanischen Seminar oder in der Terminübersicht, die Sie auf den Seiten des Landeslehrerprüfungsamtes hier herunterladen können.
Nach Verteilung der KandidatInnen werden Sie von Ihren PrüferInnen per e-Mail so rechtzeitig kontaktiert, dass genug Zeit bleibt, um die Prüfungsthemen zu vereinbaren, die mit der Anmeldung zur wissenschaftlichen Prüfung (also zusammen mit der Meldung zum schriftlichen Examen beim Landeslehrerprüfungsamt, siehe oben) genannt werden müssen. Diese Themen sind üblicherweise Fragestellungen, Methoden oder Forschungsbereiche, wie sie auch für wissenschaftliche Seminare abgegrenzt werden, also z.B. "Morphologie des Spanischen", "Das Theater Goldonis" oder "Paris in der Lyrik der Moderne". Themen der Wissenschaftlichen Arbeit und der gewählten Aufgabe des schriftlichen Examens können nicht als Themen der mündlichen Prüfung gewählt werden. Zusätzlich zu den Themen wird die Kenntnis der Methoden und Standards des Fachs und Überblickswissen (in der Sprachwissenschaft: des Gesamtsystems der studierten Sprache, auch im geschichtlichen Wandel, in der Literaturwissenschaft: der Literaturgeschichte anhand eigener Lektüren) verlangt.
Die mündliche Prüfung macht 24% der Gesamtnote des Staatsexamens aus.
Mögliche Prüfer sind die ProfessorInnen des Romanischen Seminars,
also derzeit
in der Sprachwissenschaft: Prof. Jacob, Prof.
Kailuweit, Prof. Pfänder,
in der Literaturwissenschaft: Prof. Gelz,
Prof. Klinkert, Prof. Herlinghaus.
Ob und welche weiteren Prüfer es gibt, sehen Sie bei der Prüfungswunschanmeldung.
Die fremdsprachliche Kompetenz spielt im Staatsexamen eine wichtige, im Einzelfall sogar ausschlaggebende Rolle, auch in den fachwissenschaftlichen Teilprüfungen. Zur sprachpraktischen Vorbereitung des schriftlichen wie des mündlichen Examens werden eine Reihe von speziellen Veranstaltungen, teilweise mit fachwissenschaftlichem Schwerpunkt, angeboten. Wenn nicht anders im Kommentar angegeben, dürfen diese Kurse nur von Studierenden besucht werden, die sich im letzten Semester vor dem Examen befinden (gilt nicht für Lehramt nach GymPO 2010). N.B.: Der Hauptfokus dieser Kurse liegt auf der sprachpraktischen Kompetenz; es ist nicht ihre Aufgabe, auf die wissenschaftlichen Themen des Examens gezielt inhaltlich vorzubereiten.
– Französisch:
Kontrastive Systemkompetenz IV
Blockveranstaltungen, Termin siehe Kommentar im VLV
Marie-Paule Boutes, Romain Kerrien
Kommunikative Kompetenz IV – Schwerpunkt Literaturwissenschaft
Di 14-16, Raum 1142, Dr. Sophie Bertho
Mi 08:30–10:00, Raum 1234, Dr. Caroline Pfänder
Textproduktion IV – Schwerpunkt Sprachwissenschaft
Mi 16-18, Raum 1243, Dr. Camille Martinez
– Spanisch:
Kontrastive Systemkompetenz IV
Di 12-16, HS 1140
Mercedes Figueras
Kontrastive Systemkompetenz IV
Di 10-14, Raum 1265
Isabel García
Kontrastive Systemkompetenz IV – Repetitorium
22.07. 2013 12-15 Uhr sowie 23.,24.07.2013 10-13 Uhr, Raum 1265
Isabel García
Textproduktion/ Kommunikative Kompetenz IV – Schwerpunkt Literaturwissenschaft
Fr 10-12, Raum 1231
Trinidad Manchado
Textproduktion/ Kommunikative Kompetenz IV – Schwerpunkt Sprachwissenschaft
Fr 12-13, Raum 1134
Mario Soto
– Italienisch:
Kontrastive Systemkompetenz IV
Do. 25.4., 16.5., 6.6., 20.6., 4.7. und 18.7., jeweils 8-12 Uhr, Raum 1228
Roberta Milani-Eder
Repetitorium für ExamenskandidatInnen
Termin und Raum siehe Kommentar im VLV
Monica Scholz-Zappa
Alle Angaben sind im Vorlesungsverzeichnis zu überprüfen, da es zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Eine Gewähr wird nicht übernommen.
Dr. Cynthia Dermarkar
email: cynthia.dermarkar@romanistik.uni-freiburg.de
Sprechstunde: siehe Mitarbeiterverzeichnis