Informationsseite für Outgoing-Students

Hier finden Sie nützliche Informationen zur Planung Ihres Aufenthalts im französischsprachigen Ausland.

Inhalt:


ERASMUS-Fahrplan Frankreich

1. Vor der Abreise:

Erasmus-Bewerbungsbogen

Dieses Formular können Sie über obenstehenden Link herunterladen und ausdrucken. Auf der Vorderseite müssen Sie Ihre persönlichen Daten angeben, ein Passfoto einkleben, sowie drei Präferenzen für Ihren gewünschten Studienort eintragen. Zusätzlich ist ein Motivationsschreiben auszufüllen (zweite Seite des Bewerbungsbogens), in dem Sie (auf Deutsch) darlegen sollen, weshalb Sie sich für Ihre Erstwahl entschieden haben. Zu Ihrer zweiten und dritten Wahl müssen Sie nichts schreiben. Gute Argumente für einen Studienort sind z.B. spezielle Studiengänge, Schwerpunkte in der Lehre, etc. Den Erasmus-Bewerbungsbogen geben Sie zusammen mit einem tabellarischen Lebenslauf und einer ausgedruckten Leistungsübersicht des Prüfungsamts (keine offizielle Beglaubigung nötig) in unserer Sprechstunde ab. Spätestens drei Wochen nach dem festgelegten Abgabetermin werden Sie per Email über Ihren Studienort informiert.

Online-Registrierung

Das EU-Büro sendet Ihnen per E-Mail einen Link zur elektronischen Registrierung und eine Anleitung dazu. Die Registrierung besteht aus einem Online-Formular, welches Sie ausfüllen, ausdrucken und im Anschluss unterschrieben Ihrem Fachkoordinator zur Prüfung und Gegenzeichnung zukommen lassen müssen.

Grant Agreement

Vom EU-Büro erhalten Sie ein Grant Agreement, das Sie unterschreiben müssen. Dieses enthält die Verpflichtungen, die Sie eingehen und die Leistungen, die Sie dafür erhalten.

Erste Fassung des Learning Agreements (contrat d‘études)

Jeder ERASMUS-Student muss vor Antritt des Auslandsstudiums ein Learning Agreement Before Mobility ausfüllen, in dem er sich einen Stundenplan für seinen Aufenthalt zusammenstellt. Sie müssen Kurse im Umfang von 30 ECTS-Punkten auswählen. Zum Ausfüllen des Learning Agreements beachten Sie bitte den "Leitfaden zum Learning Agreement".

Das Learning Agreement Before Mobility muss mit den drei erforderlichen Unterschriften bei Ihrem Fachkoordinator und dem EU-Büro der Universität Freiburg eingereicht werden.

2. In Frankreich:

Endgültige Fassung des Learning Agreements

Tragen Sie die Änderungen auf der dafür vorgesehenen Fassung Learning Agreement During Mobility ein. Diese muss wie das Learning Agreement Before Mobility in Absprache mit Ihrem Freiburger Fachkoordinator und der Gasthochschule ausgefüllt und mit den drei erforderlichen Unterschriften beim Fachkoordinator und dem EU-Büro eingereicht werden.

Am Ende Ihres Aufenthaltes müssen Sie sich den Zeitraum, den Sie in Frankreich studiert haben, auf dem Dokument Learning Agreement After Mobility bescheinigen lassen (mit Anfangs- und Enddatum). Dies ist unerlässlich für die Auszahlung der zweiten Rate durch das Rektorat.

Im Transcript of Records (cf. Learning Agreement After Mobility, Table E) werden all Ihre im Ausland erbrachten Leistungen mit ECTS-Punkten und (wenn vorhanden) mit Note eingetragen. Klären Sie vor Ort, bis wann Sie das Transcript (bzw. Relevé des notes) von der Uni bekommen und auf welchem Wege. Sie benötigen das Dokument im Original für die spätere Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen durch das zuständige Prüfungsamt.

3. Nach dem Aufenthalt:

Learning Agreement After Mobility 

Eine Kopie des Dokuments muss beim Fachkoordinator und beim EU-Büro eingereicht werden.

Erfahrungsbericht

Ihre Erfahrungen in Frankreich müssen Sie in zwei unterschiedlichen Versionen schildern: Zum einen erhalten Sie vom EU-Büro einen Fragebogen, auf dem Sie bestimmte Aspekte des Aufenthaltes auf einer Skala bewerten sollen. Zum anderen müssen Sie einen frei formulierten ausführlichen Erfahrungsbericht schreiben (Beispiele finden Sie auf unserer Homepage). Es ist wichtig, dass Sie diese letzten Unterlagen bald nach der Rückreise bei uns und bei Herrn Eckelt abgeben, sonst kann Ihnen die zweite Erasmus-Rate nicht ausbezahlt werden.

Anerkennung Ihrer Scheine

Die Anerkennung erfolgt nicht automatisch, Sie müssen mit Ihren Learning Agreement (mit vollständig ausgefüllter und von französischer Seite unterschriebener Tabelle E) zu Ihrem Studiengangkoordinator gehen.


Rund um die französische Universität

Frankreich hat über 75 Universitäten. Jeder Schüler mit einem Baccalauréat-Abschluss kann an eine Universität gehen, daher sind viele, vor allem im ersten Jahr, etwas überfüllt und sehr leistungsorientiert. Das System der französischen Universitäten gleicht nun dem neuen Bachelor- und Master-System, das europaweit eingeführt wurde. Die Licence umfasst die ersten drei Jahre (äquivalent zum Bachelor), danach folgen der Master (meist zweijährig) und das Doctorat. Im Folgenden können Sie sich genauer zu den einzelnen Universitäten informieren, Sie finden Erfahrungsberichte der letzten Outgoings, sowie Links zu den Webseiten der einzelnen Partneruniversitäten.

Unsere Partneruniversitäten


Es gibt folgende Kurstypen

Travaux dirigés/ travaux pratiques: entspricht in etwa unseren Seminaren oder Übungen

Cours magistral: Vorlesung (meist werden travaux dirigés und cours magistral in Kombination angeboten und stehen somit auch oft unter einer Rubrik. Für ausländische Studierende ist es aber manchmal auch möglich, nur die Vorlesungen zu besuchen; dies sollte aber vor Ort abgeklärt werden).

Hausarbeiten oder längere Essays sind sehr selten in Frankreich, meistens gibt es eine Klausur am Ende des Semesters. Falls Sie trotzdem eine Hausarbeit schreiben wollen, fragen Sie einmal bei dem jeweiligen Dozenten nach, erzwingen sollten Sie allerdings nichts. Aus Erfahrungen von Studenten in vergangenen Jahren war es aber doch immer wieder möglich, eine Hausarbeit anstatt einer Klausur zu schreiben. Am besten ist es, den Dozenten die Unterschiede im Bildungssystem zu erklären und ihnen zu erläutern, dass Sie in Deutschland eine Hausarbeit schreiben müssten.

Einschreibung an der Gastuniversität

Vergessen Sie nicht, all Ihre Dokumente aus Deutschland mitzubringen:

  • Nachweis, dass Sie Erasmusstudent sind (Formular der Online-Registrierung)
  • Geburtsurkunde
  • Versicherungsnachweise
  • Nachweis Ihrer Adresse in Frankreich
  • Ausweis
  • Passfotos

Wenn Sie in Frankreich angekommen sind, sollten Sie so schnell wie möglich zu Ihrem Koordinator und dem Office des relations internationales gehen und sich über weitere Schritte zur Einschreibung erkundigen. Machen Sie sich darauf gefasst einige Tage durch diverse Büros laufen zu müssen, der bürokratische Aufwand ist häufig sehr groß in Frankreich. Sie müssen sich meistens auch nur in einem Fach einschreiben, also beispielsweise in Literatur. Das heißt aber nicht, dass Sie nicht andere Kurse besuchen können, als Erasmus-Student sind Sie sehr frei, was Ihre Kurswahl betrifft, man kann meist auch Kurse aus ganz anderen Fächern besuchen.

Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Studenten, die mit ERASMUS-Frankreich unterwegs waren. Diese Berichte helfen Ihnen bei der Wahl Ihres Studienorts und bei der Vorbereitung auf Ihren Austausch an einer unserer Partneruniversitäten.



Wohnen

Wohnen im Studentenwohnheim

Das Centre National des Oeuvres Universitaires et Scolaires (CNOUS) kümmert sich um die studentischen Wohnheime in Frankreich. Die jeweiligen lokalen Ämter des CNOUS, die CROUS, können an jeder Universität gefunden werden und sind die Anlaufstelle, wenn Sie in einem Wohnheim leben möchten. Die CROUS sind auch für soziale, kulturelle und teilweise internationale Belange zuständig und betreiben meist auch Cafeterien und Mensen.

Die CROUS bieten meist verschiedene Möglichkeiten zum Wohnen an (Studios, Zimmer im Wohnheim, teilweise auch Wohngemeinschaften). Es ist wichtig zu beachten, dass auch die möblierten Zimmer in französischen Wohnheimen meist nur die nötigsten Einrichtungsgegenstände bieten (Küchenutensilien, Bettzeug und eine Schreibtischlampe sind meistens nicht vorhanden). Der Standard vieler Wohnheime ist sehr rudimentär, und die Studenten müssen sich selbst um etwas mehr Gemütlichkeit kümmern. Trotzdem ist das Leben im Wohnheim ein guter Weg, um andere Studenten kennen zu lernen und auch mit Franzosen in Kontakt zu kommen.

Der erste Kontakt mit den Wohnheimen wird meist über Ihren Erasmus-Koordinator hergestellt, und Ihre Gastuniversität sendet Ihnen meist ein Formular zu, das Sie ausfüllen und zurückschicken müssen, falls Sie an einem Wohnheimplatz interessiert sind. Falls dies nicht der Fall ist, wenden Sie sich an Ihren Tutor vor Ort und bitten um Hilfe.

Ein weiterer Vorteil der Studentenwohnheime ist der Preis. Zimmer sind meist sehr günstig, vor allem wenn man das Wohngeld vom französischen Staat beantragt, das meist problemlos für Zimmer im Studentenwohnheim ausgezahlt wird (erhältlich von der CAF, siehe unten).

Wenn Sie ein Wohnheimzimmer erhalten, müssen Sie der CROUS vor Ort einen Nachweis eines garants (Bürge) schicken, also meist eines Elternteils, der Sie finanziell unterstützt (Einkommen, bzw. Kontoauszüge und ein formloses Anschreiben des Elternteils genügen meist als Nachweis). Darüber hinaus müssen Sie eine Monatsmiete Kaution und die erste Monatsmiete spätestens bei Ihrer Ankunft bezahlen (manchmal auch schon im Voraus), um die Schlüssel zu erhalten. Sie brauchen außerdem auch eine „Wohnversicherung“ (assurance d‘habitation), die meist nicht automatisch in Ihrer deutschen Versicherung enthalten ist, da wir in Deutschland kein Äquivalent brauchen. Es empfiehlt sich also im Voraus bei Ihrer Versicherung nachzufragen und eventuell die nötigen Dokumente auf Französisch zu beantragen. Allerdings kommt es häufig vor, dass die Wohnheime eine französische Versicherung verlangen und mit ausländischen Versicherungen sich nicht zufrieden geben. Es gibt meistens mit der Eröffnung eines Bankkontos auch eine Wohnversicherung im Kompaktpaket. Diese ist im ersten Jahr auch meist kostenlos, daher lohnt es sich von Anfang an, dies im Auge zu behalten und diese Versicherung so schnell wie möglich abzuschließen.

Wohnen in WGs, Studios oder Hostels

Es gibt einige Hostels, die ähnlich wie Studentenwohnheime funktionieren. Sie können sich im Bureau d’Aide Sociale de la Mairie erkundigen. Eine andere Möglichkeit ist es, eine WG zu finden, was für viele Austauschstudenten reizvoll ist. Es gibt häufig Angebote auf der jeweiligen CROUS-Webseite. Oft haben die Gastuniversitäten auch Listen mit privaten Adressen und WG-Angeboten, es lohnt sich also, bei dem Koordinator vor Ort nachzufragen. Lokale Zeitungen, Aushänge an den Unis und Webseiten zur WG- und Wohnungsvermittlung sind andere gute Quellen. Von Austauschstudenten wird meist das Internet genutzt, um erste Kontakte zu knüpfen und ein Zimmer zu finden (einfach z.B. ‚collocation France‘ in die Suchmaschine eingeben).

Fragen Sie bitte im Voraus bei dem Vermieter nach, ob die Taxe d’Habitation inklusive ist oder Sie diese noch extra zahlen müssen, dies kann sonst zu teuren Überraschungen führen. Auch tritt häufig der Fall ein, dass Vermieter, wie auch Wohnheime, einen Nachweis eines garants verlangen.

Wichtige Begriffe

Particulier (Part.): Manche Vermieter schreiben dies in ihre Annoncen um klar zu machen, dass es sich um eine private Vermittlung und nicht um ein Immobilienbüro handelt.

Garant: Bürge

Toutes Charges Comprises (TCC, CC, CH. Comp.): In diesem Falle sind die Nebenkosten in der Miete enthalten. Trotzdem ist es möglich, dass Internetkosten, Parkkosten oder Heizkosten zusätzlich abgerechnet werden. Es empfiehlt sich also, noch einmal genau nachzufragen.

Finanzielle und rechtliche Grundlagen

Es ist im französischen Recht verankert, dass man bei der Miete eines Zimmers, Studios etc. eine Wohnversicherung abschließen muss. Da dies nicht dem deutschen Mietrecht entspricht, ist es auch meist nicht in deutschen Versicherungen enthalten und muss vor Ort abgeschlossen werden. Die Versicherungen sind im ersten Jahr für Studenten meist sehr günstig oder sogar gratis und werden häufig von Banken in Verbindung mit einem Girokonto angeboten. Auch l’A.G.E.M. und Mutuelle des Etudiants bieten günstige Versicherungen an.

Aide de logement

Hier handelt es sich um ein recht kompliziertes System, es lohnt sich aber absolut, sich durch die anstehenden Papierberge zu wühlen, da man nicht, wie bei Bafög, teilweise zurückzahlen muss, sondern den vollen Betrag als Unterstützung geschenkt bekommt. Viele Austauschstudenten haben Aide de logement erhalten, auch wenn sie in Deutschland nicht bafögberechtigt waren.

Als Erstes müssen Sie die benötigten Formulare herunterladen (auf der Webseite der CAF). Sie können das schon von Deutschland aus machen. In Frankreich angekommen, gehen Sie zur nächsten CAF-Behörde. Dort müssen Sie Folgendes vorweisen:

  • Nachweis Ihrer Wohnadresse in Frankreich (Mietvertrag oder ein anderes, vom Vermieter unterzeichnetes Dokument, es muss auch den Betrag Ihrer monatlichen Miete aufweisen, sowie die Mietdauer)
  • Nachweis, dass Sie an der Gastuniversität eingeschrieben sind
  • Nachweis und Kontoauszug Ihres französischen Girokontos
  • Die CAF-Formulare, die Sie ausgefüllt haben und die auch vom Vermieter bzw. Wohnheim unterzeichnet sein müssen.

 

Taxe d’habitation

Wenn Sie eine private Unterkunft mieten, müssen Sie die taxe d’habitation meist zahlen (kann auch inklusive in der Miete enthalten sein, daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, direkt beim Vermieter nachzufragen). Manche Studenten bekamen erst am Ende Ihres Aufenthalts Zahlungsaufforderungen. Wenn Sie Fragen zur taxe d’habitation haben, konsultieren Sie das Centre des Impôts Foncier.


Banken

An dieser Stelle ist es schwierig, Ihnen direkte Ratschläge zu erteilen, da sich die Angebote fast jährlich ändern und es sich daher lohnt, vor Ort nachzufragen und sich bei anderen Studenten umzuhören. Einige große Banken sind die LCL, die BP, der Crédit Agricole oder Crédit Lyonnais. Für Studenten ist ein Girokonto im ersten Jahr meist kostenlos, Sie müssen also keine Kontoführungsgebühren bezahlen. Einige Banken schenken den Studenten sogar im ersten Jahr etwas Geld als Startguthaben für die Eröffnung des Kontos. Die carte bleue (Girokontokarte) ist die beliebteste Bankkarte in Frankreich. Für die Eröffnung eines Girokontos brauchen Sie auf jeden Fall folgende Dokumente:

  • Studentennachweis der Gastuniversität
  • Nachweis Ihres Wohnortes/Adresse in Frankreich
  • Ausweis
  • Eventuell brauchen Sie einen Nachweis über Ihr Einkommen bzw. einen garant (fragen Sie bei der Bank nach, dies wird nicht überall verlangt)

Hier gibt es Links zu einigen großen Banken, so können Sie sich schon einmal im Voraus aktuelle Angebote ansehen.


Reisen

In Frankreich ist es günstig als Student mit der Bahn zu fahren. Die SNCF bietet eine Karte für Jugendliche unter 28 Jahren an, die zwischen 25% und bis zu 60% Vergünstigung einbringt. Dies ist je nach Angebot und Buchungsdatum unterschiedlich. Die Karte (Carte 18/27) ist ein Jahr gültig und ermöglicht Ihnen, Frankreich besser kennenzulernen. Züge können auch günstig über www.sncf.fr gebucht werden (auch von Deutschland aus möglich zu buchen!). Die Carte 18/27 kostest 50 Euro und kann auch schon im Voraus bestellt werden.
Carte 18/27

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