Di, 14-16 h c.t., Raum 1273
Die Übung stellt zentrale literaturwissenschaftliche Informationsquellen vor (z.B. Primärtextreihen, -datenbanken und elektronische Volltexte; bibliographische Hilfsmittel Datenbanken; Nachschlagewerke) und bietet Gelegenheit, Techniken der Arbeitsorganisation und Informationsverarbeitung einzuüben (Exzerpieren, Bibliographiemanagement, Schreibtechniken). Darüber hinaus werden verschiedene wissenschaftliche Textsorten (Fachartikel, Lexikonartikel, Rezension) vorgestellt. Zur Zertifizierung ist neben regelmäßiger aktiver Teilnahme die Bearbeitung verschiedener Übungsaufgaben im Verlauf des Semesters erforderlich.





Gruppe 1: Mo, 10-12 h c.t., Raum 1273
Gruppe 2: Di, 12-14 h c.t., Raum 1273
Der Kurs widmet sich insbesondere den folgenden Inhalten:
– Korrektes Rezipieren und Wiedergeben von Gesprächen, Interviews, Berichten in ausgewählten Themenbereichen,
– Klare Aussprache und Kenntnis grundlegender Lautbildungsregeln,
– Fähigkeit, zusammenhängend und verständlich zu schreiben,
– Dialogische Diskussionen,
– Ausdrucksformen von Emotionen und Meinungen,
– Mediengestützter Spracherwerb,
– Anleitung zu selbständiger systematischer Erweiterung des Wortschatzes und der Grammatikkompetenzen.
Zum Erwerb von ECTS als Studien- oder Prüfungsleistung ist die aktive Teilnahme an den Präsenzsitzungen, die kontinuierliche Bearbeitung eines Online-Portfolios einschließlich schriftlicher Textproduktion
auf der Lernplattform ILIAS sowie die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussprüfung erforderlich.

Mi, 10-12 h c.t., Raum 1231
Die Autobiographie mag auf den ersten Blick als gewissermaßen ‘selbstverständliche’ Gattung erscheinen, denn was könnte es Natürlicheres geben, als das eigene Leben zu erzählen? Schon im Alltag jenseits der Literatur hat das Erzählen eigener Erlebnisse und Gefühle einen festen Platz, und auch in der Begegnung mit Literatur neigen wir dazu, die Spuren des Autorsubjekts zu suchen. Gleich offen über das eigene Leben zu schreiben stattet den Schriftsteller oder die Schriftstellerin mit der Autorität des privilegierten Zugangs zum Erzählten aus, insbesondere zur seelischen ‘Innenwelt’, die den Fokus der Autobiographie bildet, und tatsächlich nehmen frühe autobiographische Texte, etwa von Montaigne oder Rousseau, diese Autorität in Bezug auf das Selbst in Anspruch. In der Moderne und Postmoderne wird diese Selbstverständlichkeit jedoch prekär. Im Zuge einer generellen Infragestellung vereinheitlichender Subjektvorstellungen tritt der Text als diskursiver Prozess in den Vordergrund, der weniger Symptom/Abbild als vielmehr Ursprung einer (textuell verstandenen) Subjektivität ist – zugespitzt könnte man sagen: Auto-bio-graphie wird zunehmend nicht mehr als ‘Schreiben über das Leben’, sondern als ‘Schreiben des Lebens’ begriffen. Neben einer Thematisierung textueller Prozesse in autobiographischen Texten beobachten wir damit auch die zunehmend offensive Überschreitung der Grenze zwischen Faktualität und Fiktionalität, um die sich der von Serge Doubrovsky eingebrachte Terminus ‘autofiction’ und die daran anschließenden komplexen literaturwissenschaftlichen Debatten drehen.
Im Seminar soll es zunächst um eine theoretische Bestimmung autobiographischen Schreibens gehen: Was sind zentrale inhaltliche Prämissen, was strukturelle gattungsdefinierende Kriterien der Autobiographie? Im Anschluss analysieren wir exemplarische autobiographische Werke ab der Mitte des 20. Jahrhunderts, darunter Jean-Paul Sartre, Les mots (1964) und Nathalie Sarraute, Enfance (1983) sowie Texte von Serge Doubrovsky, Christine Angot und Chloé Delaume, im Hinblick auf ihre strukturellen Besonderheiten und Positionierungen in Bezug auf die Subjektivitätsproblematik sowie ihren Ort in der Entwicklung der Gattung Autobiographie. Je nach Teilnehmerzusammensetzung kommen auch ethische Fragen zur Sprache.
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