Informationen zu Wolfgang Raible
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Wolfgang Raible, Freiburg, JUL 2017
Der typische Blick auf die Persönlichkeitserweiterung (iPhone)

Geboren in in Stuttgart. Abitur am dortigen Eberhard-Ludwigs-Gymnasium. Studium der Klassischen Philologie, Philosophie und Romanistik an den Universitäten Kiel, Innsbruck, Poitiers und Salamanca. Promotion 1965 im Fach 'Gräzistik' an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 1965 bis 1971 Assistent im Fach 'Romanistik' bei Harald Weinrich an der Universität zu Köln. 1971 Habilitation im Fach 'Romanische Philologie' und apl. Professor an der Universität zu Köln. Gleichzeitig im Gründungsgremium der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld und als Oberassistent in Bielefeld tätig. 1975 Annahme eines Rufs an die neugegründete Universität/Gesamthochschule Siegen, 1978 Annahme eines Rufs an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 1.4.2007 professor emeritus alten Rechts.

In Freiburg 1985 Gründung des Sonderforschungsbereichs 321 "Übergänge und Spannungsfelder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit". Sprecher dieses SFB von 1985 bis 1996 und Mitherausgeber der Publikationsreihe ScriptOralia, die inzwischen über 130 Bände umfasst.

Seit 1977 Tätigkeit in der Forschungsförderung (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Wissenschaftsrat, Alexander von Humboldt-Stiftung, andere europäische Einrichtungen der Forschungsförderung). 1990 bis 1993 starkes Engagement bei der Überführung der Forschungseinrichtungen der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der ehemaligen DDR.

Seit 1986 o. Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 1990 Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg. 1992 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, höchste wiss. Auszeichnung in Deutschland. 2002 Werner-Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Von 1992 bis 2006 Mitglied des 'Conseil scientifique international' (stellvertretender Vorsitz) der vier Universitäten in Grenoble : Institut National Polytechnique, Université Joseph Fourier, Université Pierre Mendès France, Université Stendhal. (Die drei letztgenannten firmieren seit 2015 unter einem gemeinsamen administrativen Dach mit dem Namen Université Grenoble Alpes). 2001 bis 2005 Mitglied im Stiftungsrat der Evaluationsagentur Baden-Württemberg.

Die Publikationen liegen im Bereich der syn- und diachronischen romanischen Sprach- und Literaturwissenschaft, der Textlinguistik, der Sprachtypologie und der sprachlichen Universalienforschung , der Fennistik und, bedingt u.a. durch die Tätigkeit eines SFB-Sprechers, auch der allgemeinen Kulturwissenschaft.

Raible hat neben 38 Promovierten auch 14 professorale Schüler, die an deutschen oder ausländischen Universitäten lehren. Zur Hälfte sind es Frauen: Trudel Meisenburg (U Osnabrück), Maria Selig (U Regensburg), Claudia Riehl (LMU München), Damaris Nübling (U Mainz), Doris Tophinke (U Paderborn), Barbara Job (U Bielefeld), Sibylle Kriegel-Haase (U Aix-en-Provence); die übrigen sind Hartwig Kalverkämper (HU Berlin), Ralph Ludwig (U Halle [Saale]), Thomas Haye (U Göttingen), Heiner Böhmer (U Dresden), Johannes Niehoff-Panagiotidis (FU Berlin), Juan Carlos Palazuelos Montecinos (U Adolfo Ibañez, Chile), Alfonso Gallegos Shibya (U Guadalajara, México).

Wie sein -- ebenfalls emeritierter -- Freiburger Kollege Hans-Martin Gauger hat Raible sich - - zu Festschriften für die eigene Person die Haltung der Forschergruppe "Poetik und Hermeneutik" zu eigen gemacht: sie sind ein Relikt aus einer Zeit, die überwunden sein sollte. Konsequenterweise beteiligt er sich (seit 1987) auch nicht mehr an Festschriften für andere.

Weitere Informationen zur Person bei Wikipedia, in "Kürschners deutschem Gelehrtenkalender", in "Wer ist wer in Deutschland?" und im "Who is who in the world?"