Wolfgang Raible

Lectura Dantis

(Proseminar II oder Übung)
Dante
Dante

 

Lectura Dantis ist eine Einrichtung, die es schon seit dem 14. Jahrhundert gibt. An romanischen Seminaren hat sie Tradition - in besonders aufwendiger Form, nämlich als Vorlesungsreihe mit Gastdozenten, wird sie z.B. an der Universität Zürich veranstaltet.

Die Freiburger Lehrveranstaltung kann nicht mit Zürich konkurrieren: Es ist nur eine bescheidene gemeinsame Lektüre Dantes. Als realisierbar hat sich dabei ein Canto pro Sitzung erwiesen. Er wird vorbereitet, übersetzt, sprachlich und inhaltlich erläutert und abschliessend nochmals gelesen.

Dante ist eine schwierige Lektüre: es handelt sich um einen Text, der vom Autor bewußt so angelegt ist, daß man ihn kommentieren muß, um ihn zu verstehen. Die ersten Dante-Kommentare sind ebenfalls schon im 14. Jh. entstanden.

Seminararbeiten können über Themen verfasst werden, die sich auf den Text Dantes beziehen und das spezifische Interesse einer Seminarteilnehmerin oder eines Teilnehmers geweckt haben -- Erzählstruktur, Verbalystem, Periphrasen, Vokabular, Versbau, historische Lautlehre, Verweissystem, Proportionen von Textteilen: was auch immer.

Es können auch Studierende teilnehmen, die keine Proseminararbeit schreiben wollen. Für sie ist die Veranstaltung dann eine Übung. Selbstverständlich kann man auch --durch eine Klausur am Ende des Semesters-- einen Altitalienisch-Schein erwerben.

Die Lectura des Wintersemesters 2005/06 wird in der ersten Semesterwoche beginnen. Vorbereitung: Paradiso 18.
Die Veranstaltung findet in Raum 1265 in der Bibliothek des Romanischen Seminars am Mittwoch von 19h45 bis 21h15 statt.