Wolfgang Raible

Lectura Dantis

(Proseminar II)

 

Lectura Dantis ist eine Einrichtung, die es schon seit dem 14. Jahrhundert gibt. An romanischen Seminaren hat sie Tradition - in besonders aufwendiger Form, nämlich als Vorlesungsreihe mit Gastdozenten, wird sie z.B. an der Universität Zürich veranstaltet.

Die Freiburger Lehrveranstaltung kann nicht mit Zürich konkurrieren: Es ist nur eine bescheidene gemeinsame Lektüre Dantes. Als realisierbar hat sich dabei ein Canto pro Sitzung erwiesen. Er wird vorbereitet, übersetzt, sprachlich und inhaltlich erläutert und abschliessend nochmals gelesen.

Dante ist eine schwierige Lektüre: es handelt sich um einen Text, der vom Autor bewußt so angelegt ist, daß man ihn kommentieren muß, um ihn zu verstehen. Die ersten Dante-Kommentare sind ebenfalls schon im 14. Jh. entstanden.

Seminararbeiten können über Themen verfasst werden, die sich auf den Text Dantes beziehen und das spezifische Interesse einer Seminarteilnehmerin oder eines Teilnehmers geweckt haben -- Erzählstruktur, Verbalystem, Periphrasen, Vokabular, Versbau, historische Lautlehre, Verweissystem: was auch immer.

Es können auch Studierende teilnehmen, die keine Proseminararbeit schreiben wollen.

Die Lectura des Sommersemesters 2002 beginnt mit Inferno 22.
Sie findet in Raum 1273 in der Bibliothek des Romanischen Seminars am Mittwoch von 20 bis 22 Uhr statt.

Leider kann die erste Sitzung am 17.4. nicht stattfinden, weil der Dozent im Rahmen von Socrates vom 15. bis 17. April in Aix-en-Provence lehrt und erst am 18.4. wieder verfügbar ist.

Auch die folgende Sitzung kann nicht stattfinden, weil W.R. als Vertrauensdozent des "Stifterverbandes für die Wissenschaft" bei der Besetzung einer Stiftungsprofessur an der Universität Konstanz mitwirken muß, die an diesem Tag um 16.15 Uhr beginnt. Die erste reguläre Sitzung hat somit am 8. Mai 2002 (1. Mai = Feiertag) stattgefunden.

Selbstverständlich werden ausgefallene Sitzungen nachgeholt.