Wolfgang Raible

Lectura Dantis

(Proseminar II)

 

Lectura Dantis ist eine Einrichtung, die es schon seit dem 14. Jahrhundert gibt. An romanischen Seminaren hat sie Tradition - in besonders aufwendiger Form, nämlich als Vorlesungsreihe mit Gastdozenten, wird sie z.B. an der Universität Zürich veranstaltet.

Die Freiburger Lehrveranstaltung kann nicht mit Zürich konkurrieren: Es ist nur eine bescheidene gemeinsame Lektüre Dantes. Als realisierbar hat sich dabei ein Canto pro Sitzung erwiesen. Er wird vorbereitet, übersetzt, sprachlich und inhaltlich erläutert und abschliessend nochmals gelesen.

Dante ist eine schwierige Lektüre: es handelt sich um einen Text, der vom Autor bewußt so angelegt ist, daß man ihn kommentieren muß, um ihn zu verstehen. Die ersten Dante-Kommentare sind ebenfalls schon im 14. Jh. entstanden.

Seminararbeiten können über Themen verfasst werden, die sich auf den Text Dantes beziehen und das spezifische Interesse einer Seminarteilnehmerin oder eines Teilnehmers geweckt haben -- Erzählstruktur, Verbalystem, Periphrasen, Vokabular, Versbau: was auch immer.

Die Lektüre des Wintersemesters 2001/02 beginnt mit Inferno 22.
Sie findet in Raum 1273 in der Bibliothek des Romanischen Seminars von Montag 20-22 Uhr statt.