Lehrstuhl Raible:
Lehrveranstaltungen WS 2000/2001

Ad Aertsen, Jürgen Dittmann, Wolfgang Raible & Albrecht E. Sippel,
Oberseminar/Hauptseminar
"Sprache und Gehirn. Sprachvermögen, neuronale und genetische Basis"

Blockseminar, Mittwoch 10. und Donnerstag 11. Januar 2001, Fachschaftshaus auf dem Schauinsland
Vorbesprechung Dienstag 24, Oktober 2000, 17.15 Uhr in Raum 561 im Institut für Biologie II/III, Schänzlestraße


Letztes Update: 7. November 2000


Studierende weisen immer wieder darauf hin, die einzelnen Fächer, die sie studierten, blieben unverbunden nebeneinander stehen. Um diesem Zustand im Fall der Disziplinen "Sprachwissenschaft" und "Biologie" etwas abzuhelfen, haben Albrecht E. Sippel ( Homepage, e-mail) und Wolfgang Raible schon zweimal - mit beträchtlicher studentischer Resonanz - Projektseminare zum Thema "Sprachwissenschaft und molekulare Genetik" veranstaltet.

Im Wintersemester 1998/1999 wurde der Versuch unternommen, unter Beteiligung zweier weiterer Kollegen, Ad Aertsen aus der Biologie (Homepage, e-mail) und Jürgen Dittmann (e-mail) aus der germanistischen Sprachwissenschaft, ein Projektseminar zum Thema "Sprache und Gehirn" durchzuführen. Auch dieses Thema ist für die beteiligten Disziplinen gleichermaßen ein Faszinosum. Die Nachfrage bei der Vorbesprechung zum WS 1998/99 war so groß, dass alle diejenigen, die nicht zum Zuge kamen, auf eine Warteliste gesetzt wurden und den Teilnehmerkreis für eine Nachfolge-Veranstaltung im Juni 1999 bildeten. Analoges wiederholt sich seither.

Wegen der großen Resonanz wird die Veranstaltung erneut stattfinden

am Mittwoch 10. und Donnerstag 11. Januar 2001 im Fachschaftshaus auf dem Schauinsland.

Die Teilnehmer, die einen "Schein" erwerben wollen, sollten in den Philosophischen Fakultäten aus den Bereichen Germanistik und Romanistik kommen. Besonders erwünscht sind selbstverständlich Studierende, die eine sprachwissenschaftliche mit einer biologischen Kompetenz verbinden. Für andere ist Einlesen in die jeweils andere Materie unabdingbar.

Die einzelnen Themenbereiche sollen in studentischen Kurzreferaten vorgestellt werden. Dabei können Tandems aus Biologin (Biologe) und Sprachwissenschaftlerin (Sprachwissenschaftler) gebildet werden.

In der Vorbesprechung am 24.10.2000 liessen sich etwa 10 Studierende in einer Warteliste für das Sommersemester eintragen. -- Die Themen für Januar 2001 wurden in folgender Weise vergeben:

 

Thema

Bearbeiterinnen und Bearbeiter

vorgesehene Zeit

1 Was modelliert die Linguistik? Wie macht sie dies? -- Adressaten sind Biologen (R/D) Nadia Kurz, Daniela Winkler Mi 10:00 Uhr
2 Was ist molekulare Genetik? -- Adressaten sind Linguisten (S) Darie Costel, Sabine Lehmann, Norman Sulfrian Mi 11:00 Uhr
3 Wie funktioniert unser Gehör? (physiologische Seite) (S/A) Arno Bock, Anna Kosciecka, Galina Kavaldjieva Mi 14:00 Uhr
4 Welche Gene sind für die Hörefähigkeit und Gehörlosigkeit verantwortlich? (S) Oliver Eberhardt, Jacques Kremer, Katja Vobiller Mi 15:00 Uhr
5 Lernen in neuronalen Netzen: Gedächtnis, Bildung von Langzeitpotentialen (A) Judith Dörner, Claudia Schmid, Alexandra Scheu Mi 16:30 Uhr
6 Phylogenese des Sprechvermögens und des Sprachvermögens (R) Anne-Sophie Cuntze, Christian Mönke, Christina Schwartz Mi 17:30 Uhr
7 Ontogenese des Sprachvermögens (D) Philipp Döring, Anna-Carla Jochimsen, Pete Guy Spencer Do 9:30 Uhr
8 Monogenetische Sprachstörungen (specific language impairment) (S/R) Tina Gebhard, Petja Meidlinger, Tina Wolff Do 11:00 Uhr
9 Legasthenie (D/R) Ramona Binder, Bärbel Bibinger, Christina Eckert, Iris Tenschert Do 14:00 Uhr
10 Gene und Meme: der Erwerb kultureller Fähigkeiten (S/R) Ada Diaconu, Andreas Prein, Sandra Fausia Soukup Do 15:30 Uhr

Seminarscheine aus dem Bereich der Sprachwissenschaft werden nur aufgrund einer schriftlichen Ausarbeitung des Vorgetragenen vergeben. Alle Teilnehmer erhalten zudem einen Schein, der die Teilnahme an einem interdisziplinären Seminar bestätigt, das von Biologen und Sprachwissenschaftlern geleitet wurde.

Es ist nicht unangebracht, sich für dieses Seminar bei den jeweiligen Dozenten anzumelden, damit die Eignung für das Seminar und insbesondere der Umfang der zu bewältigenden Literatur festgestellt werden kann. Im Fall von Wolfgang Raible ist der raschest-mögliche Kontakt ein e-Mail.


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