Lehrstuhl Raible:
Lehrveranstaltungen SS 2000

Ad Aertsen, Jürgen Dittmann, Wolfgang Raible & Albrecht E. Sippel,
Oberseminar/Hauptseminar
"Sprache und Gehirn. Sprachvermögen, neuronale und genetische Basis"

Blockseminar, Donnerstag 29. und Freitag 30. Juni 2000, Fachschaftshaus auf dem Schauinsland
Vorbesprechung Dienstag 9. Mai 1999, 16.30 Uhr in Raum 501 im Institut für Biologie II/III, Schänzlestraße 1


Letztes Update: 7. Februar 2000


Studierende weisen immer wieder darauf hin, die einzelnen Fächer, die sie studierten, blieben unverbunden nebeneinander stehen. Um diesem Zustand im Fall der Disziplinen "Sprachwissenschaft" und "Biologie" etwas abzuhelfen, haben Albrecht E. Sippel (Homepage, e-mail) und Wolfgang Raible schon zweimal - mit beträchtlicher studentischer Resonanz - Projektseminare zum Thema "Sprachwissenschaft und molekulare Genetik" veranstaltet.

Im Wintersemester 1998/1999 wurde der Versuch unternommen, unter Beteiligung zweier weiterer Kollegen, Ad Aertsen aus der Biologie (Homepage, e-mail) und Jürgen Dittmann (e-mail) aus der germanistischen Sprachwissenschaft, ein Projektseminar zum Thema "Sprache und Gehirn" durchzuführen. Auch dieses Thema ist für die beteiligten Disziplinen gleichermaßen ein Faszinosum. Die Nachfrage bei der Vorbesprechung zum WS 1998/99 war so groß, dass alle diejenigen, die nicht zum Zuge kamen, auf eine Warteliste gesetzt wurden und den Teilnehmerkreis für eine Nachfolge-Veranstaltung im Juni 1999 bildeten. Analoges wiederholte sich für die Nachfolge-Veranstaltung im Wintersemester 1999/2000.

Wegen der großen Resonanz wird die Veranstaltung erneut stattfinden

am Donnerstag 29. und Freitag 30. Juni 2000 im Fachschaftshaus auf dem Schauinsland.

(Es könnte -- darauf sei vorsorglich hingewiesen -- übrigens sein, daß es dort Probleme mit der Verpflegung gibt: es hat sich für das Sommersemester noch kein neuer Pächter gefunden, und in der noch nicht umgebauten Küche darf laut Wirtschaftskontrolldienst nicht mehr gekocht werden.)

Die Teilnehmer, die einen "Schein" erwerben wollen, sollten in den Philosophischen Fakultäten aus den Bereichen Germanistik und Romanistik kommen. Besonders erwünscht sind selbstverständlich Studierende, die eine sprachwissenschaftliche mit einer biologischen Kompetenz verbinden. Für andere ist Einlesen in die jeweils andere Materie unabdingbar.

Die einzelnen Themenbereiche sollen in studentischen Kurzreferaten vorgestellt werden. Dabei können Tandems aus Biologin (Biologe) und Sprachwissenschaftlerin (Sprachwissenschaftler) gebildet werden.

Folgende Themen werden -- voraussichtlich -- behandelt:

 

Thema

Bearbeiterinnen und Bearbeiter

vorgesehene Zeit

1 Was modelliert die Linguistik? (R)   Do 10 Uhr
2 Physiologie des Sprechens und Hörens (S)   Do 11 Uhr
3 Messung und Darstellung von Hirnaktivitäten (A)   Do 14 Uhr
4 Zentralneurale Mechanismen (A)   Do 15 Uhr
5 Vorstellungen über die Phylogenese der Sprache (R)   Do 16.30 Uhr
6 Ontogenese der Sprache (D)   Do 17.30 Uhr
7 Zweisprachigkeit (D/R)   Do 20 Uhr
8 Störungen des Spracherwerbs (R)   Fr 9.30 Uhr
9 Zentrale Sprachstörungen (D)   Fr 11 Uhr
10 Spracherwerb bei Gehörlosen (S)   Fr 14 Uhr
11 Monogenetische Sprachstörungen (S/R)   Fr 15 Uhr
12 Mechanische/maschinelle Sprachverarbeitung   Fr 17 Uhr

Seminarscheine aus dem Bereich der Sprachwissenschaft werden nur aufgrund einer schriftlichen Ausarbeitung des Vorgetragenen vergeben. Alle Teilnehmer erhalten zudem einen Schein, der die Teilnahme an einem interdisziplinären Seminar bestätigt, das von Biologen und Sprachwissenschaftlern geleitet wurde.

Es ist nicht unangebracht, sich für dieses Seminar bei den jeweiligen Dozenten anzumelden, damit die Eignung für das Seminar und insbesondere der Umfang der zu bewältigenden Literatur festgestellt werden kann. Im Fall von Wolfgang Raible ist der raschest-mögliche Kontakt ein e-Mail.


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