Lehrstuhl Raible:
Lehrveranstaltungen WS 1999/2000

Ad Aertsen, Jürgen Dittmann, Wolfgang Raible & Albrecht E. Sippel,
Oberseminar/Hauptseminar
"Sprache und Gehirn. Sprachvermögen, neuronale und genetische Basis"

Blockseminar, Donnerstag 13. und Freitag 14. Januar 2000, Fachschaftshaus auf dem Schauinsland
Vorbesprechung Dienstag 26. Oktober 1999, 17 Uhr c.t. in Raum 561 im Institut für Biologie II/III, Schänzlestraße 1


Letztes Update: 22. September 1999


Studierende weisen immer wieder darauf hin, die einzelnen Fächer, die sie studierten, blieben unverbunden nebeneinander stehen. Um diesem Zustand im Fall der Disziplinen "Sprachwissenschaft" und "Biologie" etwas abzuhelfen, haben Albrecht E. Sippel (Homepage, e-mail) und Wolfgang Raible schon zweimal - mit beträchtlicher studentischer Resonanz - Projektseminare zum Thema "Sprachwissenschaft und molekulare Genetik" veranstaltet.

Im Wintersemester 1998/1999 wurde der Versuch unternommen, unter Beteiligung zweier weiterer Kollegen, Ad Aertsen aus der Biologie (Homepage, e-mail) und Jürgen Dittmann (e-mail) aus der germanistischen Sprachwissenschaft, ein Projektseminar zum Thema "Sprache und Gehirn" durchzuführen. Auch dieses Thema ist für die beteiligten Disziplinen gleichermaßen ein Faszinosum. Die Nachfrage bei der Vorbesprechung zum WS 1998/99 war so groß, dass alle diejenigen, die nicht zum Zuge kamen, auf eine Warteliste gesetzt wurden und den Teilnehmerkreis für eine Nachfolge-Veranstaltung im Juni 1999 bildeten. Analoges wiederholte sich für die Nachfolge-Veranstaltung im Wintersemester 1999/2000,

die am Donnerstag 13. und Freitag 14. Januar 2000 im Fachschaftshaus auf dem Schauinsland
stattfinden wird.

Die Teilnehmer, die einen "Schein" erwerben wollen, sollten in den Philosophischen Fakultäten aus den Bereichen Germanistik und Romanistik kommen. Besonders erwünscht sind selbstverständlich Studierende, die eine sprachwissenschaftliche mit einer biologischen Kompetenz verbinden. Für andere ist Einlesen in die jeweils andere Materie unabdingbar.

Die einzelnen Themenbereiche sollen in studentischen Kurzreferaten vorgestellt werden. Dabei können Tandems aus Biologin (Biologe) und Sprachwissenschaftlerin (Sprachwissenschaftler) gebildet werden.

Folgende Themen werden behandelt:

 

Thema

Bearbeiterinnen und Bearbeiter

vorgesehene Zeit

1 Was modelliert die Linguistik? (R) Thomas Chatel
Dagmar Fischer
Monika Kusch
Do 10 Uhr
2 Physiologie des Sprechens und Hörens (S) Maike Hesse
Tanja Müller
Heidi Schaefer
Do 11 Uhr
3 Messung und Darstellung von Hirnaktivitäten (A) Florian Forster
Pamela Kuhn
Simone Trenkle
Do 14 Uhr
4 Zentralneurale Mechanismen (A) Ulrike Moschen
Marcel Smunda
Do 15 Uhr
5 Vorstellungen über die Phylogenese der Sprache (R) Imme Krüger
Melanie Krebs
Franziska Schweitzer
Do 16.30 Uhr
6 Ontogenese der Sprache (D) Dagny Borsdorf
Julia Newig
Wolfgang Zinke
Do 17.30 Uhr
7 Zweisprachigkeit (D/R) Jan Bonin
Sophie Lefèvre
Jakub Späti
Do 20 Uhr
8 Störungen des Spracherwerbs (R) Eva Fuchs
Siw Jagenow
Leonor Lecca Guillén
Fr 9.30 Uhr
9 Zentrale Sprachstörungen (D) Esther Dommes
Jasmin Lalla
Fr 11 Uhr
10 Spracherwerb bei Gehörlosen (S) Claudia Hoffmann
Jürgen Kolb
Swantje Zachau
Fr 14 Uhr
11 Monogenetische Sprachstörungen (S/R) Michaela Petter
Hilmar Strickfaden
Fr 15 Uhr
12 Mechanische/maschinelle Sprachverarbeitung Ralf Maier
Sandra Schmiechen
Fr 17 Uhr

Seminarscheine aus dem Bereich der Sprachwissenschaft werden nur aufgrund einer schriftlichen Ausarbeitung des Vorgetragenen vergeben. Alle Teilnehmer erhalten zudem einen Schein, der die Teilnahme an einem interdisziplinären Seminar bestätigt, das von Biologen und Sprachwissenschaftlern geleitet wurde.

Es ist nicht unangebracht, sich für dieses Seminar bei den jeweiligen Dozenten anzumelden, damit die Eignung für das Seminar und insbesondere der Umfang der zu bewältigenden Literatur festgestellt werden kann. Im Fall von Wolfgang Raible ist der raschest-mögliche Kontakt ein e-Mail.


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