Lehrstuhl Raible:
Lehrveranstaltungen SS 1998

Proseminar II
"Semantik"

Freitag, 10-12 Uhr, Raum 1273


Letztes Update: 22. Mai 1998

Die einzelnen Sitzungen des Seminars werden jeweils der Erarbeitung bestimmter Themen gewidmet sein.
Scheine können erworben durch eine Hausarbeit im Umfang von etwa 10 Seiten (12-Punkt-Schrift und anderthalb Zeilen Abstand, Literaturverzeichnis und Beispiele werden nicht mitgerechnet). Die Arbeit muß bis spätestens 31. August abgegeben sein.


  1. 24. April 1998 Thema: Wie kann man Bedeutungen erfassen? Dies wird an einem klassischen Text demonstriert: an einem längeren Passus aus Platons Dialog Sophistes (natürlich in Übersetzung...).
    Die in dieser Sitzung erarbeiteten Begriffe und Probleme sind grundlegend für viele der folgenden Sitzungen.
  2. 1. Mai 1998 Feiertag
  3. 8. Mai 1998 Thema: Wie funktioniert unsere menschliches semantisches Orientierungssystem? Hierzu ist als Vorbereitung ein Aufsatz zu lesen (Zeitschrift für romanische Philologie 1981, S. 1-40.)
  4. 15. Mai 1998 Die Sitzung muß wegen einer Verpflichtung in Berlin auf einen anderen Termin verlegt werden.
  5. 22. Mai 1998 Thema: Semantische Felder und ihr Korrelat, die Merkmalsemantik.
    Arbeitsgruppen: Mit Hilfe von Lexika Wortfelder zusammenstellen im Bereich Behausung, Freund/Feind und klug/dumm.
    • französisch:
      1. maison: Jennifer Schulz;
      2. Annette Lardschneider, Isabel Habicht (ami/ennemi),
    • italienisch: Davide Palumbo, Joachim Vöhringer, Katerina Viktoriová
    • Thien-Tri Lam wird - mit Hilfe seiner Frau Mutter - eines der Wortfelder für das Chinesische skizzieren (Leitfrage: kulturelle Unterschiede?)
  6. 29. Mai 1998 Die Sitzung muß wegen einer Verpflichtung in Erfurt verlegt werden.
  7. 5. Juni 1998 Pfingstwoche
  8. 12. Juni 1998 Thema: Behandlung der vom 22. Mai übriggebliebenen Wortfelder:
    1. französisch: maison: Jennifer Schulz (die dies dann persönlich machen kann);
    2. französisch: klug/dumm: Eugénie Royant, Elisabeth Knapheide, Thien-Tri Lam, Uli Straub;
    3. spanisch: Vera Hagen, Jochen Plikat, Ulrike Hanke, Silke Bitzer;
    4. portugiesisch: Christina Melo (Freund/Feind)
  9. 19. Juni 1998 Thema: Verschiedene Konzeptionen des sprachlichen Zeichens: Stoiker, Scholastik, Charles Sanders Peirce, Patricia Lady Welby. Ogden & Richards, Karl Bühler etc.
    Arbeitsgruppe: Gregor & Patrick Schmeja, Jörg Hochapfel, Benjamin Stoltenburg, Hermann Lokmagözyan.
  10. 26. Juni 1998 Thema: "Semantic primitives", noematische Systeme, außereinzelsprachlich Gültiges: Spielerei oder Notwendigkeit? Hierzu werden gemeinsam Texte besprochen, die vorher gelesen sein müssen, einer von Anna Wierzbicka, Melbourne, ein zweiter - diesmal sehr kurzer - von W. Raible.
  11. 27. Juni 1998, 9.15-13.Uhr: Ersatz für die beiden ausgefallenen Sitzungen: Prototypensemantik - Leistungen und Grenzen.
    Arbeitsgruppe: Karen Johanson, Katja Müller.
  12. 3. Juli 1998 Thema: Wie funktionieren Zeichen im Kontext, wie entstehen komplexe Zeichen? Dies wird wieder eine gemeinsame Arbeitssitzung; als theoretische Vorbereitung wird ein Text von Algirdas Julien Greimas verteilt werden, die Hauptarbeit wird in gemeinsamen Überlegungen zum Verstehensprozeß anhand eines Textbeispiels liegen.
  13. 10. Juli 1998 Thema: Warum kann es nicht gelingen, Universalsprachen zu erfinden?
    Arbeitsgruppe: Vera Hagen, Heike Schlemmer, Gabi Christmann, Michael Radseck. Wichtige Lektüre: Umberto Ecos Buch über die Universalsprachen. (Das gibt es im italienischen Original - La ricerca della lingusaperfetta nella cultura Europea - und in deutscher Übersetzung - Die Suche nach der vollkommenen Sprache.) vorhanden in: UB Freiburg, Signatur: LB 63/477, LS: Spra 40/24 vorhanden in: Pädagogische Hochschule Signatur: Spra B 100: 65 HB Projekt Huppertz, Spra B 100: 57 HB Schwark
  14. 17. Juli 1998 Thema: Bedeutungswandel.
    Arbeitsgruppe: Uta Rausch, Uli Straub, Jennifer Schulz, Davide Palumbo, Verena Geiger, Karen Johanson.
    Synthese aus den bisherigen Sitzungen.


Das Programm kann selbstverständlich geändert werden. Insbesondere die nachzuholenden Sitzungen gestatten noch mehr Flexibilität.


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