GAL Research School


Thema der Research School

Der Zugang zu Wissen sowie dessen Bearbeitung und Vermittlung in der Interaktion haben sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Thema der Gesprächsforschung im Allgemeinen sowie der angewandten Gesprächsforschung im Besonderen entwickelt. Wissen ist – in verschiedener Art und Weise – sowohl die Voraussetzung als auch das Ziel von Interaktion. Jegliche Kommunikation und damit auch das Gelingen der Kommunikation an sich basiert auf Wissen in unterschiedlichen Domänen (z.B. Sprachwissen, gruppenspezifisches Wissen, professionelles Wissen), das jedoch oftmals ungleich zwischen Beteiligten verteilt ist. Gleichzeitig ist oftmals ein zentrales Ziel der Kommunikation die Vermittlung oder Transformation von Wissen, etwa um solche Asymmetrien im Wissensstand auszugleichen. Dies gilt insbesondere in professionellen Kontexten, die auf die Vermittlung von Wissen angelegt sind, typischerweise im Falle von Lehr-Lern-Kontexten. Aber auch in anderen Kontexten (z.B. medizinische Anamnesegespräche, journalistische und andere Interviews, Arbeitsbesprechungen, Alltagsgespräche) stellt das Wissen über bestimmte Situationen, Sachverhalte, Positionen oder Einstellungen einen zentralen Aspekt des Gesprächs dar. Auf einer noch grundlegenderen Ebene stellt die Herstellung von Wissen im Gespräch Turn-by-Turn – im Sinne einer lokalen Verstehensherstellung – einen zentralen Forschungsgegenstand der Gesprächsanalyse dar. Dieser hohen Relevanz von Wissen-in-Interaktion steht allerdings ein zentrales methodisches Problem gegenüber: Wissen wird, da es sich im ein kognitives Phänomen handelt, im Gespräch nicht unmittelbar manifest, es wird oft implizit verhandelt und auf unterschiedliche, oft sprachspezifische Weisen über grammatisch-lexikalische und sichtbare Ressourcen angezeigt. Um Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der Gesprächsforschung die methodischen Fähigkeiten zur Analyse von Wissen und dessen Aushandlung im Gespräch zu vermitteln, erscheint die Veranstaltung einer auf dieses Thema fokussierten Research School von großem Interesse für die Disziplin.

Herstellung und Aushandlung von Wissen im Gespräch

Welche Rolle Wissen für Sprache und Gespräch spielt, wurde bereits in verschiedensten Ansätzen untersucht, jedoch wurde es hauptsächlich als Voraussetzung der sozialen Interaktion konzeptualisiert. In Psychologie und Kognitionswissenschaft beispielsweise wurden über False-Belief-Aufgaben (Wimmer/Perner 1983) Annahmen zu Entwicklung und Bestand basaler kognitiver Kompetenzen ausgearbeitet (Theory of Mind, Tomasello 2008). Im Rahmen soziologisch-interaktionaler Ansätze hingegen wurde Wissen eher als öffentlich verfügbar bzw. gemeinsam hergestellt verstanden, so beispielsweise in Form einer Distributed Cognition (Hutchins 1995), eines Common Ground (Clark et al. 1983) oder eines dynamischen Recipient Design (Sacks et al. 1974, Hitzler 2013, Deppermann 2014b, 2015a). Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive besteht bereits seit Längerem ein grammatikalisch-typologisches Interesse an Wissen, da Sprachen epistemische Modalitäten und Evidentialität über verschiedene syntaktische oder morpho-lexikalische Mittel ausdrücken können (Nuyts 2001, 2006, Boye 2016).

            In der Gesprächsforschung hat dieses Thema in den letzten Jahren im Rahmen der Studien zu interaktiven Wissensaushandlungen und -herstellung zunehmend an Bedeutung gewonnen (Janich/Birkner 2014, Deppermann 2015b). So wurde die bereits früh formulierte Grundannahme, dass Wissensasymmetrien der Interaktionsteilnehmer in permanenten Aushandlungsprozessen aus- und abgeglichen werden (Labov/Fanshel 1977, Goodwin 1979, Terasaki 2004/1976) insbesondere in der englischsprachigen Literatur als fundamentales, sequenzstrukturierendes Prinzip neu konzeptualisiert (Heritage 2012, Heritage/Raymond 2012). Grundlegend ist hier die Unterscheidung zwischen epistemischem Status (den allgemeinen Rechten und Obligationen eines Teilnehmers, über eine bestimmte Domäne Wissen zu besitzen, sowie der Zugang zu diesem Wissen) und epistemischer Position (epistemic stance, die sich auf die situierte Darstellung und Verhandlung von Wissen innerhalb von Sequenzen bezieht) (vgl. Stivers et al. 2011, Heritage 2013). Auch wenn diese epistemische Sichtweise in der Gesprächsforschung durchaus auf kritische Stimmen trifft (Lynch/Wong 2016), so hat sie eindeutig zu einem verstärkten Interesse an Wissensproduktion und -management in der sozialen Interaktion geführt.

Einerseits stehen spezifische sprachliche Ressourcen von Wissensaushandlungen im Fokus:

  • epistemische Marker wie z.B. Erkenntnisprozessmarker, Responsivpartikeln, Präfixe, Tags (vgl. Heritage 1984, Golato/Betz 2008, Betz 2015, König i.Dr.)
  • epistemische Ausdrücke und Konstruktionen wie „ich denke“, „ich weiss (nicht)“ (vgl. Kärkkäinen 2003, Imo 2006, Helmer et al. 2016, Keevallik 2016, Laury/Helasvuo 2016, Lindström et al. 2016, Pekarek Doehler 2016) Polak-Yitzhaki/Maschler 2016, Tao 2016)
  • epistemisch bedeutsame syntaktische Strukturen und Handlungsformate wie Interrogative, Bewertungen oder deontische Formulierungen (vgl. Landmark et al. 2015, Stevanovic/Svennevig 2015)
  • Verstehensdisplays und Verstehensdokumentationen wie z.B. in candidate understandings oder Reparatursequenzen (vgl. Pomerantz 1988, Deppermann/Schmitt 2008, Bolden 2010, Antaki 2012, Deppermann 2013b)
  • spezifische Gattungen der Wissenskonstruktion wie Alltagserzählungen (vgl. Bergmann/Luckmann 1995, Günthner/Knoblauch 1995, Günthner 2005) oder narrative Interviews (vgl. Deppermann 2013a, 2014, König 2014)

Andererseits werden Wissensaushandlungen in spezifischen Settings und sozialen Kontexten untersucht:

  • in Alltagsgesprächen bzw. in der Familie, z.B. in Erklärsequenzen (Morek 2015)
  • Erinnerungsaustausch und Aktivität des Erinnerns (vgl. Edwards/Middleton 1986, 1987, 1988, Wang/Brockmeier 2002, Norrick 2005, Fivush 2008, Bietti 2011, Hirst/Echterhoff 2012, Bietti/Castelló 2013, Bietti 2014, Cienki et al. 2014)
  • im medizinischen und therapeutischem Kontext (vgl. Muntigl/Choi 2010, Deppermann 2011, Spranz-Fogasy 2014, Busch/Spranz-Fogasy 2015, Burbaum/Birkner 2016)
  • im schulischen Kontext und anderen Lehr-Lern-Settings, z.B. in Suchsequenzen (vgl. Deppermann 2015a, Sert/Jacknick 2015) oder in Korrektursequenzen (vgl. Kääntä 2014, Pochon-Berger et al. 2015)
  • in bestimmten Berufsumfeldern wie z.B. in Vorstellungsgesprächen (Glenn/LeBaron 2011), Verkaufsgesprächen (Egbert 2016), bei professionellen Stadtführungen (Mondada 2013) oder in Expertendiskursen im Fernsehen (Klemm 2016)

Diese thematisch breit gefächerten Publikationen reflektieren die hohe Aktualität des Themas Wissen in der Interaktion allgemein sowie dessen Relevanz in unterschiedlichsten Feldern der angewandten Gesprächsforschung.

 

Referenzen

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