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Resonanz, Rhythmus & Synchronisierung
Interaktionen in Alltag, Therapie und Kunst

cover: Resonanz

von Thiemo Breyer, Michael B. Buchholz, Andreas Hamburger und Stefan Pfänder.


Aktuelles

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Formen und Funktionen einer kulturellen Praxis

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von Elisabeth Gülich, Gabriele Lucius-Hoene, Stefan Pfänder und Elke Schumann.


Kontakt

Prof. Dr. Stefan Pfänder

R. 1474

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Romanisches Seminar
Platz der Universität 3
D-79085 Freiburg im Breisgau

Tel. +49-761-203-3185
stefan.pfaender@romanistik.uni-freiburg.de


Sekretariat
Hiltrud Junker-Lemm

R. 1388, Mo-Do

Tel. +49-761-203-3189
Fax. +49-761-203-3138
hiltrud.junker-lemm@romanistik.uni-freiburg.de

Beglaubigungen
Mittwochs 9.15 - 10 Uhr

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Laufendes Projekt [Projekte]

DFG Pf699/4-RomWeb
Spanisch in den Anden und Französisch in Westafrika als Kontaktvarietäten unter den Bedingungen globalisierter und computergestützter Kommunikation [info]

DFG; 2011 - 09/2015

Anders als in der Anglophonie sind in der Hispanophonie Tendenzen zu einer plurizentrischen Normbildung erst in den letzten Jahren stärker öffentlich diskutiert worden. In der Frankophonie setzt dieser Prozess derzeit gar erst ein. Die steigende Akzeptanz von Variation trägt dazu bei, dass vernakuläre bzw. hybride Sprachformen – die traditionell der regionalen Mündlichkeit vorbehalten sind – zunehmend auch im virtuellen, schriftlichen Raum des Web Verwendung finden. Webforen sind ein Medium, das den Gebrauch hybrider Sprachformen befördert, weil die neue Technologie die Voraussetzung für die Entstehung von sog. communities of practice schafft, in denen medienspezifische Formen des Sprachkontakts realisiert werden.

Durch die informatisch gestützte Extraktion von Sprachdaten sind in Freiburg erstmalig Großkorpora erstellt worden, die es erlauben, drei Projektziele zu bearbeiten:
(1) Analyse von bisher der lokalen Mündlichkeit vorbehaltenen morpho-syntaktischen Charakteristika in der web-basierten, globalen Interaktion an südamerikanischen und westafrikanischen Fallbeispielen;
(2) Aufarbeitung der zeit-räumlichen Dynamik von Stilisierungen bzw. Konventionalisierungen;
(3) Vergleich von (De)standardisierungs- Dynamiken der Weltsprachen Französisch und Spanisch für ausgewählte Bereiche der webbasierten Kommunikation.

Das von Christian Mair geleitete Schwesterprojekt bearbeitet komplementäre Fragestellungen am Beispiel des Jamaica-Englischen/Kreolischen: Auf der Grundlage eines selbst erstellten Großkorpus von Jamaican Creole/ Jamaican English (JC/ JEng) in der computergestützten Kommunikation verfolgt das Projekt drei Ziele.
(1) Untersuchung der orthographischen und morpho-syntaktischen Konventionen bei der schriftlichen Wiedergabe einer bislang weitgehend auf den mündlichen Sprachgebrauch beschränkten Varietät;
(2) Klärung des Status des "Cyber-Creole" im Hinblick auf seine Autonomie gegenüber dem sprechsprachlichen Gebrauch des JC/ JEng in der direkten Interaktion, aber auch im Vergleich zu traditionelleren Formen der Verschriftlichung;
(3) Dokumentation von "Crossing," d.h. Verwendung des JC durch Sprecher außerhalb Jamaikas bzw. der jamaikanischen Diaspora, als Faktor in der Globalisierung nicht-hegemonialer Varietäten des Englischen und der möglichen Herausbildung eines "World Non-Standard English"-Pools von soziolinguistischen Ressourcen.

Neben einem vertieften Verständnis der untersuchten Nichtstandardvarietät wird das Projekt zu folgenden weiteren Bereichen Ergebnisse erbringen: Korpustechnologie, insbesondere Erstellung von Korpora mit Hilfe des World-Wide Web; linguistische und soziolinguistische Analyse computergestützter Kommunikation; sprachwissenschaftliche "Dia-spora"-Forschung; Soziolinguistik der Globalisierung.