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Souvenirs du XXe siècle

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von Romain Kerrien, Marie Skrovec und Stefan Pfänder.


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Formen und Funktionen einer kulturellen Praxis

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von Elisabeth Gülich, Gabriele Lucius-Hoene, Stefan Pfänder und Elke Schumann.


Kontakt

Prof. Dr. Stefan Pfänder

R. 1474

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Romanisches Seminar
Platz der Universität 3
D-79085 Freiburg im Breisgau

Tel. +49-761-203-3185
stefan.pfaender@romanistik.uni-freiburg.de


Sekretariat
Hiltrud Junker-Lemm

R. 1388, Mo-Do

Tel. +49-761-203-3189
Fax. +49-761-203-3138
hiltrud.junker-lemm@romanistik.uni-freiburg.de

Beglaubigungen
Mittwochs 9.15 - 10 Uhr

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Laufendes Projekt [Projekte]

Generationen im Gespräch: Texte-Filme-Transkriptionen [info]

Paul-Riebeck-Stiftung sowie Sponsoren; 2008 - 12/2015

Trilaterales Projekt Deutschland-Frankreich-Boliven; mit institutioneller Unterstützung des Frankreichzentrums und der Hermann-Paul-School of Language Sciences; gefördert von der Paul-Riebeck-Stiftung.

Unser Projekt geht von einer derzeit vieldiskutiereten Hypothese aus, nach welcher der sich momentan vollziehende demographische Wandel eine neue Form der Kooperation zwischen den Generationen erfordert (vgl. z.B. Ursula von der Leyen 2007, 7).

Eine Analyse auf globaler Ebene scheint angebracht, nach einer weiteren Hypothesse, die den gegenwärtigen Diskurs definiert: die Idee der so genannten globalen Generation. Ulrich Beck und Elisabetz Beck-Gernsheim (2007, 236 ff.) zum Beispiel zeigen auf, dass für die heutige Generation von jungen Leuten geographische Entfernungen ihre Bedeutung auf eine Art verloren haben, die in anderen Zeiten kaum vorstellbar war. Das Leben ist global wahrnehmbar geworden, und so fühlt sich zum Beispiel ein junger Mensch von heute den Gleichaltrigen in Neuseeland, den Osterinseln oder Kamerun näher als der Generation seiner Großeltern in der Nachbarschaft.

Das Konzept des Mehr-Generationen-Hauses nach Ursula von der Leyen stellt den Versuch dar, einen Ort der Begegnung und des Austauschs unter den verschiedenen Generationen zu schaffen. Die Mehr-Generationen-Häuser bilden in ganz Deutschland eine Infrastruktur für die Beziehungen zwischen Jung und Alt, auch über familiäre Bindungen hinaus. Hier finden Eltern Rat, und Kinder können unabhängig voneinander lernen; hier werden ältere Menschen gebraucht und geschätzt. Mehr-Generationen-Häuser sind offene Treffpunkte, wo alle Generationen den Tag verbringen, miteinander essen und spielen, voneinander lernen und sich gegenseitig helfen. Jeder ist eingeladen, seinen Beitrag zu leisten, mit seinen eigenen Stärken, Fähigkeiten und Kenntnissen - und bekommt etwas zurück, das wohl jenseits materieller Werte liegt: Zeit zum Zuhören, zum Beispiel, oder die Gelegenheit, eine Mahlzeit mit vielen anderen zu teilen.

Die faszinierende Herausforderung und anfängliche Idee dieses Vorhabens ist es nun, die Begegnungen zwischen den Generationen zu dokumentieren und ihre Suche nach einer gemeinsamen Sprache (die es in vielen Fällen vermutlich gar nicht mehr gibt) an verschiedenen Orten der Welt zu begleiten. Im Unterschied zu der oben beschriebenen Szenerie in Halle orientiert sich dieses Projekt nicht an einer vorgegebenen Situation wie dem Mehr-Generationen-Haus.