Os Quasilusos
Es gibt nur eine einzige portugiesisch-sprachige studentische Theatergruppe in Deutschland:
Os Quasilusos
- die luso-brasilianische Theatergruppe des Romanischen Seminars in Freiburg!

Os Quasilusos sind vor allem deutsche, aber auch brasilianische und portugiesische Studierende. Manche kommen jedoch aus ganz anderen Ländern. Insgesamt zählt die Gruppe ca. 25 MitgliederInnen. Die Gruppe existiert seit dem Winter 1999/2000 (seit Sommer 2001 als solche) und führt jedes Semester ein Stück auf - meist am Semesterende (Januar/Februar bzw. Juni/Juli).

Mittlerweile hat sie acht Aufführungen produziert. Ihr Repertoire umfasst das gesamte lusophone Theater (brasilianische, portugiesische und afrikanische Stücke), von der frühen Neuzeit (z.B. O auto da barca do inferno von Gil Vicente) bis zur Gegenwart (Calabar von Chico Buarque). Die letzte Produktion - A Falecida des Brasilianers Nelson Rodrigues - wurde von über 300 Zuschauern gesehen!

Typisch für die Quasilusos ist die Zusammenführung vielfältiger Talente und unterschiedlichster Standpunkte. Um ein Quasiluso zu sein, muss man nicht perfekt Portugiesisch sprechen. Man muss auch nicht auf die Bühne zum Schauspielern: In der Regel werden die Aufführungen von Tanz- und Live-Musik-Einlagen begleitet. Man muss auch nicht unbedingt auf die Bühne: Die letzte Aufführung verband sich mit einer Kunstausstellung. Die Quasilusos sind eine große Gruppe, in der alle spielen, bei der Regie mitmachen, und bei allem helfen: Musik, Bühnenbild, Programm, Kostüme, usw.

Die Gruppe trifft sich ein bis zwei Mal die Woche (im Sommersemester jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr) im Theatersaal der Alten Uni, wo auch die Aufführungen stattfinden. Jedes Semester finden ein bis zwei Probenwochenenden statt (normalerweise in einer Hütte im Schwarzwald).

Am 08./ 09.07.05 wurde das neueste Stück aufgeführt: Encontros - desencontros - reencontros, eine Collage aus Comédias da Vida Privada von Luís Fernando Veríssimo und aus Sketchen von Loriot.

Zum Stück:
Der Brasilianer Luís Fernando Veríssimo ist Meister im Erzählen von absurden, lustigen, peinlichen und vor allem sehr wahren Geschichten, die das Leben schreibt. Seine Comédias da Vida Privada (1994/2004) erkunden die unerschöpfliche Komik des Alltäglichen. Sie spiegeln Erfahrungen, Hoffnungen und Frustrationen wider, die jedem von uns nur allzu gut bekannt sind, und lehren uns, über uns selbst zu lächeln (und manchmal auch laut zu lachen). Ein kleiner Gastauftritt in diesem humoristischen Feuerwerk erhält das deutschen Pendant zu Veríssimo, Loriot, der seinerseits die deutsche Mittelschicht mit ihren Manien und Pedanterien durch den Kakao zieht.

Übrigens: Was schreibt man über die Quasilusos? Sie sind eine Freiburger Rarität...

Kontakt: Christiane Abele

Hier geht's direkt zu den Quasilusos!

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© Silva Tavares Michael, 2004-2005