Albert-Ludwigs-Universitšt Freiburg | Romanisches Seminar
Prof. Rolf Kailuweit
Romanische Sprach- und Medienwissenschaft
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Romanistische Sprach- und Medienwissenschaft in der Lehre

Meiner Vorstellung nach sollte sich die deutschsprachige Romanistik gerade auch gegenüber der französischen, spanischen oder italienischen Philologie in den romanischen Ländern durch einen sprachübergreifenden komparatistischen Ansatz auszeichnen. Stärker als in der Germanistik und Anglistik müssen aber nicht nur Sprachgrenzen überschritten werden. Die geringere Zahl an Professuren in der Romanistik führt dazu, dass von einem Professor sowohl systemlinguistisch deskriptive als auch historisch kulturwissenschaftliche Themen angeboten werden sollten. Die Medienwissenschaft mit ihren theoretischen wie historischen Aspekten bietet darüber hinaus ein wichtiges aktuelles Forschungsfeld, das gerade auch eine enge Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaft ermöglicht. Medienwissenschaft sollte nicht allein eine Domäne der Literaturwissenschaftler sein, in der man sich etwa in Ergänzung zu den traditionellen Gattungen mit dem Film oder dem Fernsehen beschäftigt. Im Bereich der Sprachwissenschaft ergänzt und ersetzt die Medienwissenschaft zunehmend die Semiotik, insofern als einerseits das semiotische Potential neuer Medien ins Blickfeld gerät und andererseits deren Rückwirkungen auf die gesprochene und geschriebene Sprache untersucht werden können.

Um eine ausgewogene und umfassende Ausbildung zu garantieren, erscheint es mir wichtig, etwa zu gleichen Teilen systemlinguistische und kulturwissenschaftlich orientierte Themen zu behandeln. Erstere ermöglichen eine wissenschaftliche Durchdringung der Sprachausbildung insbesondere im Bereich der Grammatik, letztere verdeutlichen die Funktion von Sprache in der Gesellschaft, der verschiedenen Varietäten und ihres medienspezifischen Gebrauchs.

Lehrveranstaltungen

Primäres Ziel einer universitären Ausbildung sollte es sein zu erlernen, einen eigenständigen Beitrag zu aktuellen Fragestellungen des Faches zu leisten. Dies geschieht durch Sammeln und Auswerten von Daten, durch Zusammenstellen und kritisches Kommentieren unterschiedlicher Positionen in der Fachliteratur sowie durch das Entwickeln eigener Ideen und Ansätze. Hauptseminare bieten dazu die Voraussetzungen. An der traditionellen Form - Referat und Hausarbeit - sollte meines Erachtens grundsätzlich festgehalten werden. Referate und Hausarbeiten erfordern jedoch intensive Betreuung.

> Mehr zu Referaten und Hausarbeiten

Die Vorlesung hat in der Romanistik eine Vielzahl von Funktionen. Sie richtet sich grundsätzlich an Studierende verschiedenster Semester und Studiengänge und muss deshalb entsprechend breit angelegt sein. Für manche Studierende hat sie Einführungscharakter, für andere dient sie zur Vorbereitung von Hauptseminaren und für wieder andere zur Examensvorbereitung. In der Regel versuche ich, das Französische, Spanische und Italienische in einer Vorlesung vergleichend zu behandeln. Oftmals müssen heutzutage auch Leistungsnachweise erbracht werden. Dies kann durch eine Klausur, aber auch durch das vorlesungsbegleitende schriftliche Bearbeiten von Kontrollfragen geschehen.

Materialien zu den Lehrveranstaltungen

Die Materialen zu den aktuellen Lehrveranstaltungen finden Sie auf der E-Learning-Plattform ILIAS (nur für Universitätsmitglieder).