HEINRICH KUEN (1931-38)

 

 

Geb. am 2.8.1899 Imst/Tirol, gest. 1989 Erlangen. K. stud. Romanistik und Germanistik in Innsbruck, prom. 1922 bei Ernst Gamillscheg und dem Germanisten Josef Schatz mit der Arbeit Vokalismus der bairischen Lehnwörter im Grödnerischen. Er setzte sein Studium in Berlin bei Max Leopold Wagner fort, arbeitete danach am Institut d'Estudis Catalans in Barcelona, wo der Plan zu seiner Habilitationsschrift über die katalanische Mundart von Alghero reifte. Danach wirkte er als Lektor in Innsbruck. 1926 kam er als Assistent von Philipp August Becker nach Leipzig, wo ihm die Betreuung der Sprachwissenschaft und vorübergehend auch die Verwaltung des Rumänischen Instituts oblag. 1930 habilitierte er sich schlie▀lich bei Walther von Wartburg. Ein Jahr später kam er als Nachfolger Rheinfelders nach Freiburg, wo er, sieht man von einer Lehrstuhlvertretung in Heidelberg (34/35) ab, bis zu seiner Berufung nach Erlangen 1938 blieb. Dieser Universität blieb er bis zu seiner Emeritierung 1967 treu. Er starb in Erlangen 1989. K. veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zu Grundfragen der romanischen Sprachwissenschaft und suchte seine Beispiele in fast allen romanischen Sprachen oder ihren Dialekten. Dabei ging es ihm um den Zusammehang der Sprache mit dem sprechenden Menschen, seiner Umwelt und seiner Geschichte.

Lit.: Gerhard Ernst u. Arnulf Stefenelli (Hg.), Sprache und Mensch in der Romania. Heinrich Kuen zum 80. Geburtstag, Wiesbaden 1979.


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