Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 10-12
HS: 1108
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Verantstaltung: Vorlesung
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 2
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Thema der Vorlesung sind neuere Werke der lateinamerikanischen Literatur. Zu ihren auffälligsten Kennzeichen gehört auf
der thematischen Ebene das rekurrente Auftreten von Deutschland-Bildern, meist verknüpft mit den einschlägigen Motiven und Konnotationen,
die das Bild Deutschlands im Gefolge des Nationalsozialismus international, aber vor allem auch in Lateinamerika geprägt haben. Ziel der
Vorlesung ist es, den historischen, "imagologischen", ideologischen, aber auch ästethischen Gründen nachzugehen, die diese Themen- und
Motivwahl bedingen.
Die untersuchten Werke stammen aus Mexiko, sowie aus Argentinien. Es handelt sich um die folgenden: PADILLA, Ignacio: Amphytrion, Madrid, Espasa
Calpe, 2000; VOLPI, Jorge: En busca de Klingsor, Barcelona, Seix Barral, 2004 (beide Mexiko); GUEBEL, Daniel: El perseguido, Buenos Aires,
Norma Editores, 2001; NIELSEN, Gustavo: Auschwitz, Buenos Aires, Alfaguara, 2004; MARTINEZ, Guillermo: Acerca de Roderer, Buenos Aires,
Planeta, 1999 (Argentinien).
Didaktisches Konzept der Vorlesung: Es soll hier erstmalig der Typus einer "Dialogvorlesung" erprobt werden. Die Vorlesung besteht jeweils aus zwei
Teilen: Im ersten steht die "Vorlesung" im eigentlichen Sinne (Vortrag des Dozenten in spanischer Sprache) im Vordergrund; im zweiten Teil haben die Hörer
und Hörerinnen das Wort; für diesen eigentlichen Dialogteil der Vorlesung sind Textausschnitte aus den im ersten Teil vorgestellten
Primärtexten die Grundlage. Sie stehen rechtzeitig als Kopien zur Verfügung. Das in der Vorlesung behandelte Textcorpus ist mit dem
Hauptseminar "Elementos transnacionales en la nueva narrativa latinoamericana" identisch. Der Besuch beider Veranstaltungen ist den TeilnehmerInnen
also dringlichst angeraten. Alle genannten Werke sind bei Amazon.com vorrätig.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Verantstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Das Seminar versucht dem ungebrochenen Erfolgskurs, den die im Titel genannten Werke und Autoren sei es beim lesenden Publikum im
allgemeinen, sei es bei den Fach-Romanisten im besonderen immer noch genießen, auf die Spur zu kommen. Insofern geht es im Seminar um
komplizierte Dinge: Fragen der Definition des "ästhetischen" Wertes im allgemeinen in Abgrenzung zu Fragen nach den Gründen des
ökonomischen Mehrwertes, aber auch um Rezeptionsfragen im speziellen wie Lust am Lesen, Bestätigung ideologischer (Vor-) Urteile, Einklinken
in vorgefertigte kulturelle Muster ("Engagement", "Feminismus", "Exotismus", etc.). Es werden die folgenden drei Werke untersucht: Isabel Allende:
La casa de los espíritus (1982), Gabriel García Márquez: Cien años de soledad (1967), Umberto Eco: Il nome
della rosa (1980). Alle drei Romane sind bei den einschlägigen Internet-Verkaufsstellen - im Original und in der Übersetzung -
erhältlich. Umberto Eco wird lediglich in deutscher Übersetzung behandelt werden (können).
Vorbesprechung: Mittwoch, 13.07., 18.30 Uhr, Raum 1243/44.
Name: Berg
Zeit: Freitag, 10-12
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Verantstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Themen des Seminars sind innovatorische Elemente, wie sie in der neueren lateinamerikanischen Erzählliteratur zu beobachten
sind. Es handelt sich insbesondere um das Abrücken von nationalstaatlich geprägten Identitätsmustern, wie sie seit den prägenden
Werken der sog. Boom-Autoren der 60er und 70er Jahre in Lateinamerika vorherrschten. In einem paradoxen Sinne bedeutet dieser Paradigmenwechsel jedoch
kein prinzipielles Abrücken von Identitätsfragen im allgemeinen. Die untersuchten Autoren fahren fort, sich als "lateinamerikanische" Autoren
zu begreifen, verstehen diese Identität jedoch nicht mehr vorrangig mit Hilfe der überkommenen, raum-staatlich definierten, nationalen
Mustern. Ich führe dieses Seminar mir Frau Silvia Rosa durch, der ich auch die Anregung für die Thematik verdanke. Das im Seminar untersuchte
Textcorpus ist das gleiche, das auch der Vorlesung zugrunde liegt: PADILLA, Ignacio: Amphytrion, Madrid, Espasa
Calpe, 2000; VOLPI, Jorge: En busca de Klingsor, Barcelona, Seix Barral, 2004 (beide Mexiko); GUEBEL, Daniel: El perseguido, Buenos Aires,
Norma Editores, 2001; NIELSEN, Gustavo: Auschwitz, Buenos Aires, Alfaguara, 2004; MARTINEZ, Guillermo: Acerca de Roderer, Buenos Aires,
Planeta, 1999 (Argentinien). Der Besuch beider Veranstaltungen ist den TeilnehmerInnen also dringlichst angeraten. Alle genannten Werke sind bei
Amazon.com vorrätig.
Vorbesprechung: Mittwoch, 13.07., 19 Uhr, Raum 1243/44.
Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Verantstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 3
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Das Kolloquium für Examenskandidaten unter dem allgemeinen Titel Hybridität wird im WS 05/06 fortgesetzt. Auf dem Programm steht die vertiefende Lektüre literaturwissenschaftlich bzw. kulturanthropologisch relevanter Texte zur Hybriditätsproblematik sowie die Vorstellung und weiterführende Diskussionen von in Arbeit befindlichen Examensarbeiten, sowie den Themenkreis der "Hybridisierung" bzw. den der "Transkriptionen" berühren. Das Kolloquium versteht sich jedoch auch als ein offenes Forum für interessante wissenschaftliche Vorlagen unterschiedlichster Provenienz. Vorschläge für eine konkrete Ausgestaltung des Kolloquiums sind willkommen. Bitte um Nachricht per Mail.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Verantstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Don Quijote gilt als eine Summe des Wissens ("episteme") seiner Epoche. Ziel des Seminars ist es, diese
Einschätzung des Romans, die aus heutiger Sicht stammt und mit den Urteilen anderer Epochen über Cervantes' Hauptwerk kontrastiert, durch
intensive Textlektüre am Gegenstand selbst zu überprüfen. Thematisiert werden soll u.a. das diskursive Wissen zu folgenden Gebieten: Rhetorik,
Theologie, Ethik, literarische Tradition, Wahnsinn. Alternierend zur Lektüre ausgewählter Kapitel werden Referate vorgetragen, in denen der Stand
der wissenschaftlichen Diskussion zum Don Quijote aufgearbeitet werden soll. Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar ist die Kenntnis
(Lektüre!) des ersten Teil des Romans.
Hinweis: Das ursprünglich angekündigte Hauptseminar "Der argentinische Film der Gegenwart" wird auf das SS 06 verschoben.
Vorbesprechung Freitag 18.02., 16:30 Uhr, Raum 1243/44
Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Deutsch/Portugiesisch
Joaquim Maria MACHADO DE ASSIS (1830-1908) gehört zu den wichtigsten Autoren der brasilianischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Machado de Assis' Werk steht für die diefinitive Überwindung des romantischen Denkens im Zeichen einer mit der Zeit immer entschiedener werdenden Antizipation "moderner", ins 20. Jh. vorausweisender Schreibformen. Im Zentrum des Seminars steht die Lektüre und Analyse des Romans Memórias póstumas de Brás Cubas (1880). Der Roman ist ein herausragendes Dokument antiromantischer Desillusionierung, das in ironisch affirmierter Jenseitsperspektive die psychologischen und sozialen Voraussetzungen der Gegenwart einer kritischen Prüfung unterwirft. Die Besprechung des Romans wird ergänzt durch die Lektüre ausgewählter Kurzgeschichten, u.a. die Erzählung "O Alienista". Zur Einführung empfohlen: A. Cândido: "Esquema de Machado de Assis", in: R. Schwartz: Machado de Assis. Um mestre na periferie do capitalismo (im Seminarordner!)
Name: Berg
Zeit: Freitag, 9-11
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung:Spanisch
Ziel des Seminars ist es, einen guten Überblick über das Gesamtwerk von Borges zu vermitteln, dies sowohl in
chronologischer als auch hattungsmäßig Hinsicht. Folgende Werke werden auszugsweise behandelt: Fervor de Buenos Aires,
El tamaño de mi esperanza, Discusión, Historia universal de la infamia, Ficciones, El Aleph,
El hacedor, El otro y el mismo, El informe de Brodie, El libro de arena. Eine Anthologie mit Texten aus diesen
Werken wird im Laufe der vorlesungsfreien Zeit zusammengestellt. Ihre gründliche Lektüre ist Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.
Im Vordergrund der Arbeit steht die gemeinsame Lektüre und Interpretation dieser Texte. Alternierend hierzu werden Referate vorgetragen,
deren Ziel es ist, Zusammenhänge herzustellen und Hintergrundwissen zu vermitteln.
Hinweis: Das ursprünglich angekündigte PS II "Übungen zur Geschichte des argentinischen Films" wird im WS 05/06 angeboten.
Vorbesprechung Freitag, 18.02., 16 Uhr s.t., Raum 1243/44.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 9-11
HS: 3118
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung:Vorlesung
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 2
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Die Vorlesung gehört zu den Pflichtveranstaltungen des BA-Studiengangs "Hispanistik". Vermittelt wird ein allgemeiner Überblick über Hauptgebiete der Geschichte der spanischen und leteinamerikanishen Literatur anhand exemplarischer Texte. Um den erfolgreichen Besuch der Veranstaltung zu gewährleisten, ist bene der regelmäßigen Teilnahme auch die begleitende Lektüre der Primär- und Sekundärtexte, auf die in der Vorlesung Bezug genommen wird, erforderlich. Zusammen mit den in der Vorlesung vermittelten Inhalten sind die Gegenstand der Abschlussklausur.
Name: Berg
Zeit: Freitag, 16-18
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: 3
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Das im WS 04/05 begonnene Kolloquium für Examenskandidaten unter dem allgemeinen Titel "Hybridität" wird im SS 05 fortgesetzt. Auf dem Programm stehen die vertiefende Lektüre kulturanthropologischer Texte zur Hybriditätsproblematik sowie die Vorstellung und weiterführende Diskussion von in Arbeit befindlichen Examensarbeiten, soweit sie den Themenkreis der "Hybridisierung" bzw. den der "Transkriptionen" berühren. Das Kolloquium versteht sich jedoch auch als ein offenes Forum für interessante wissenschaftliche Vorlagen unterschiedlichster Provenienz. Wer unter diesen Vorzeichen zu uns stoßen will, bitte ich jedoch um eine persönliche Anfrage per Mail.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 09-11
HS:
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 2 bzw. 3
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Seit langem zählt die "Mestizierung" zu den wichtigsten Kennzeichen kultureller Identität in Lateinamerika. Angesichts der neueren, vom postmodernen Denken beeinflußten Postkolonialismus-Debatte, wie sie seit geraumer Zeit insbesondere im Hinblick auf die ehemals englischen und französischen Kolonien in Indien und Afrika geführt wird, gilt es jedoch, die traditionellen Konzepte des "mestizaje" (port. "mestiçagem") zu überdenken. Im Zentrum der Debatte steht der Begriff der "Hybridisierung". Die Vorlesung versucht zunächst die Genealogie des Begriffs im Umkreis der Schriften von Homi K. Bhabha und Edward Said aufzuzeigen. Sie schlägt sodann eine Brücke zur lateinamerikanischen Kulturtheorie sensu stricto (Néstor García Canclini, Carlos Monsiváis, Jesús Martín-Barbero) und schließt mit einem Ausblick auf die neuere französischen Gesellschaftsphilosophie (Jacques Rancière)
Feriensprechstunden: 27.07.; 24.08.; 12.10., jeweils ab 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS:
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung:Kolloquium
SWS: 1
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Das Thema der Veranstaltung steht in engem Zusammenhang mit der Thematik der in diesem Semester angebotenen Vorlesung Hybdiditätsmodelle und ihre Anwendung auf Lateinamerika. Ziel beider Veranstaltungen ist es, den wissenschaftlichen und diskursiven Kontext mehrerer derzeit in Arbeit befindlicher Qualifikationsarbeiten (Dissertationen und Magisterarbeiten) zum Thema "Hybridität" systematisch zu vertiefen bzw. zu erweitern. Eine Schlüsselfunktion für diese - sowohl thematisch als auch fachübergreifend intendierte - Erweiterung liefert der Begriff der "Transkription". Der Begriff ist dem Roman País de Jauja des peruanischen Schriftstellers Edgardo Rivera Martínez entnommen. Es freut mich, daß mein Kollege, Herr Prof. Berger, bereit ist, am Kolloquium teilzunehmen und die musikwissenschaftliche Komponente des Begriffs abzudecken
Feriensprechstunden: 27.07.; 24.08.; 12.10., jeweils 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS:
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung:Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte:
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Das Ziel der Veranstaltung ist im weitesten Sinne ein kulturwissenschaftliches: Es geht um die Frage (die sich natürlich für jede Kultur stellen läßt), inwieweit die Medien einen spezifischen Zugang zur peruanischen Kultur eröffnen. Der Medienbegriff ist weitgefaßt. Untersucht werden sollen sowohl die traditionellen Print-Medien (Buchdruck, Zeitungswesen), die audiovisuellen Medien (Radio, TV, Film) als auch die neuen elektronischen Medien (Internet, E-Mail). Hinzu kommt die Inszenierung der peruanischen Kultur durch spezifische Kultur-Medien wie Folklore, Museumswesen und Tourismus. Folgende Frage sollen im Seminar beantwortet werden: Welches ist die Rolle der jeweiligen Medien angesichts der immer noch hohen Analphabetenrate des Landes? Welches ist ihr Einfluß auf die öffentliche Meinung? Gibt es eine neue Rolle der peruanischen Medien im Zeichen der Globalisierung?
Feriensprechstunden:27.07.; 24.08.; 12.10,jeweils 9.00 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 18-19
HS:
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Ich nehme in diesem Semester die bereits zwei Semester lang gepflegte Praxis wieder auf, zur Vorlesung ein dem Thema der Vorlesung entsprechendes Kolloquium anzubieten. Im Unterschied zu den beiden vorangegangenen Semestern soll das Kolloquium jedoch thematisch vorstrukturiert sein: Neben allgemeinen Fragen zur Vorlesung sollen Fragen der konkreten "Anwendung" der vorgestellten theoretischen Modelle auf Probleme der lateinamerikanischen kulturellen Wirklichkeit behandelt werden.
Feriensprechstunden: 27.07.; 24.08.; 12.10., jeweils 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 9-11
Übung: HS 1277
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Proseminar II
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Ziel des Seminars ist es zu untersuchen, ob und inwieweit das Internet seiner Rolle als universeller Datenbank im Falle "Perú" gerecht wird. Zwei weitgefaßte Gegenstandsbereiche sollen untersucht werden: Literatur und "Kultur" im allgemeinen. Es soll keineswegs mit einem vorgefaßten Kultur-Begriff an die Fragestellung herangegangen werden, sondern gefragt werden, welches die "Kultur" ist, die durch das Internet in Bezug auf Perú "produziert" wird. In einem zweiten Schritt soll dieses Internet-vermittelte Bild der peruanischen Kultur dann mit herkömmlichen (sowohl "wissenschaftlichen" als auch ästhetischen) Bildern der peruanischen Kultur verglichen werden (z.B. der für Arguedas grundlegenden Opposition einer "andinen" bzw. "Küsten"-Kultur, die von Vargas Llosa um die Komponente einer ebenso grundlegenden Amazonas-Kultur erweitert wird).
Feriensprechstunden: 27.07.; 24.08.; 12.10., jeweils 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 09-11
HS: HS 1015
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 2 bzw. 3
Sprache der Veranstaltung:Deutsch
Die Vorlesung gehört zu den Pflichtveranstaltungen des BA-Studiengangs "Hispanistik". Vermittelt wird ein allgemeiner
Überblick über Hauptgebiete der Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur anhand exemparischer
Texte. Der erfolgreiche Besuch der Veranstaltung setzt neben regelmäßiger Teilnahme eine genaue Kenntnis der
ausgegebenen Skripten voraus. Zusammen mit den in der Vorlesung vermittelten Inhalten sind sie Gegenstand der Abschlußklausur.
Hinweis: Ergänzend zur Vorlesung wird das Kolloquium "Spanische und lateinamerikanische Literatur im Überblick"
angeboten. Es findet statt: Mi 18-18.45 HS: 1277
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 18-18.45
HS: 1277
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 1
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Gegenstand der Veranstaltung ist der Inhalt der gleichnamigen Vorlesung. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten Gelegenheit, Fragen, Einwände, Wünsche oder Gegenpositionen zur Sprache zu bringen.
Feriensprechstunden: 24.02.; 09.03.; 31.03., jeweils 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: HS 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte:
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Die Veranstaltung führt das Programm des Wintersemesters 2003-04 fort und dient der Vorbereitung der für März/April
2005 geplanten Perú-Exkursion. Im Zentrum stehen drei der wichtigsten peruanischen Prosa-Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Wir
lesen José María Arguedas: Todas las sangres, Mario Vargas Llosa: Lituma en los Andes,
Julio Ramón Ribeyro: Cuentos completos. Die Romane von Arguedas und Vargas Llosa sind über die üblichen Internet-Adressen leicht zu
beschaffen. Eine Auswahl der Cuentos von Ramón Ribeyro wird den Teilnehmern als Kopie zur Verfügung gestellt.
Vorbereitung: Gründliche Lektüre zumindestes eines der drei Werke.
Name: Berg
Zeit: Freitag, 09-11
HS: HS 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Haupseminar
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Französisch
Thema des Seminars ist die Entstehung der Fin de siècle-Ästhetik in Frankreich, in deren Zentrum
Begriffe wie "Symbolismus", "Synästhesie", "L'art pour l'art", "décadence" stehen, die alsbald auch auf internationaler
Ebene Bedeutung gewinnen werden. Demzufolge verfolgt das Seminar ein doppeltes Ziel: Einerseits geht es um die Aufarbeitung "immanenter"
Strukturen der Fin de siècle-Ästhetik, anderseits sollen Entwicklungs- und Beziehungenlienien zu anderen
Nationalliteraturen (namentlich der spanischen und den lateinamerikanischen) aufgewiesen werden. Behandelte Autoren: Arthur
Rimbaud, Paul Verlaine, Stéphane Mallarmé, Rubén Darío, José María
Eguren, Leopoldo Lugones. Für die nicht französischen Texte stehen Übersetzungen zur Verfügung.
Textgrundlage: eine Anthologie "Symbolistische Dichtung in Frankreich", die im Laufe der vorlesungsfreien Zeit zusammengestellt wird und
über meine Homepage kopiert werden kann. Eine Kopiervorlage ist zur gleichen Zeit in der Bibliotheksausleihe bei Herrn Heinrich
erhältlich. Die gründliche Lektüre der "Anthologie" gehört zu den Voraussetzungen des Seminars.
Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16.00
Übung: HS 1277
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Proseminar II
SWS: 2
Modul:
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Der Modernismus ist die bedeutendste Zäsur der brasilianischen Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum des Seminars stehen drei Wortführer der modernistischen "Bewegung": Mário Andrade, Oswald de Andrade und Antônio Alcântara Machado. Die beiden ersteren repräsentieren die Poesie, der letztere die Gattung der Prosa. Thema des Seminars ist die Lektüre poetischer, essayistischer sowie narrativer Texte der genannten Autoren. Textgrundlage: eine Anthologie "Brasilianischer Modernismus", die im Laufe der vorlesungsfreien Zeit zusammengestellt wird und über meine Homepage kopiert werden kann. Eine Kopiervorlage ist zur gleichen Zeit in der Bibliotheksausleihe bei Herrn Heinrich erhältlich. Die gründliche Lektüre der "Anthologie" gehört zu den Vorausseetzungen des Seminars.
Feriensprechstunden: 24.02.; 09.03.; 31.03., jeweils 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 09-11
HS: HS 1015
Beginn: 15.10.03
Art der Veranstaltung: Vorlesung
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung:Deutsch
Peru gehört zu den faszinierendsten Ländern Lateinamerikas. Drei meiner Lehrveranstaltungen sind im WS 03-04 dem
Thema "Peru" gewidmet. Alle drei Veranstaltungen sind thematisch und methodologisch aufeinander abgestimmt. Die Vorlesung versucht einen
Überblick zu vermitteln über die vielfältigen historischen, kulturellen und literarischen Aspekte des Landes. Sie folgt damit dem
methodologischen Konzept meines Buches Lateinamerika. Literatur,Geschichte, Kultur (1995):
Literatur hat teil an den gesellschaftlichen Diskursen in all ihrer Breite, überschreitet und entgrenzt sie jedoch auch durch den
Faktor des Ästhetischen. Zugleich besteht das Ziel der Vorlesung darin, Hintergrund- und Kontextinformationen zu liefern
für die Thematik des Proseminars ("peruanische Lyrik") sowie des Hauptseminars ("neuere peruanische Erzählliteratur").
BesucherInnen dieser beiden Veranstaltungen sind zur Teilnahme an der Vorlesung nachdrücklich eingeladen.
Zur Vorbereitung empfohlen: W.B.B., Lateinamerika. Literatur, Geschichte, Kultur. Eine Einführung
(1995, insbesondere die mit Peru befaßten Kapitel.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: 1265
Beginn: 15.10.2003
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Vier Erzählwerke stehen im Zentrum des Seminars: Mario Vargas Llosa, El Paraíso en la otra esquina (2003); Edgardo Rivera Martínez, País de Jauja (1993); Jaime Bayly, No se lo digas a nadie (1994); Giovanna Pollarolo, Atado de nervios (Kurzgeschichten, 1999). Vargas Llosa - eine kulturhistorische Meta-Fabulation über Sexualität und Utopie der Neuen und Alten Welt,dargestellt an zwei exemplarischen Biographien des vergangenen Fin de Siècle (Flora Tristán und Paul Gauguin); Rivera Martínez - ein überraschend positives, ja optimistisches Bild Perus am Beispiel der Provinz Jauja, die vom Autor dank ihrer Geschichte und ihrer geographischen Lage zum Symbolträger eines alternativen Bildes der peruanischen Geschichte und Kultur erhoben wird; Bayly - ein junger Erfolgsautor, der mit seinem Erstlingsroman No se lo digas a nadie in Kürze zum bestbezahlten Tabubrecher Perus avancierte; Pollarolo - eine Schriftstellerin, die zunächst als Lyrikerin, dann als Drehbuchautorin und schließlich als Autorin von Kurzgeschichten hervorgetreten ist. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Drehbuch zur Verfilmung des Bestsellers No se lo digas a nadie von Jaime Bayly. Teilnahmebedingungen: Lektüre aller angegebenen Texte (die Romane sind über Internet leicht zu beschaffen; die Kurzgeschichten von Pollarolo werden kopiert) Hinweis: Es wird erwartet, daß die TeilnehmerInnen am Seminar auch die Vorlesung Peru: Geschichte, Kultur und Literatur im Überblick (Mi 9-11)besuchen.
Feriensprechstunden: 05.09.; 19.09.; 26.09., jeweils freitags, ab 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 09-11
HS: HS 1273
Beginn: 17.10.2003
Art der Veranstaltung:Proseminar II
SWS: 2
Modul: M
ECTS-Punkte: 6
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die peruanische Lyrik des 20. Jahrhunderts. Behandelt werden die Autoren José Santos Chocano (1875-1935), José María Eguren (1874-1942), César Vallejo (1898-1938), José Ruíz Rosas (*1928), Antonio Cisneros (*1942) sowie die Sängerin Chabuca Grande (1920-83). Santos Chocano und Eguren sind die Vertreter eines - sehr eigenständigen - peruanischen Modernismus; Vallejo ist die wichtigste Figur der peruanische Avantgarde; Ruíz Rosas steht mit seinen "universalistischen" Ambitionen zwischen den Generationen und Cisneros ist der bekannteste unter den zeitgenössischen Lyrikern Perus. Behandelt werden soll auch das Werk der 1983 verstorbenen Sängerin Chabuca Grande, die mit ihren Texten und Liedern zu den wichtigsten Wegbereiter- und Schöperinnen der canción criolla gehört. Texte: Es wird ein Seminar-Reader erstellt, der ab Anfang Oktober bei der Seminaraufsicht käuflich erworben werden kann. Hinweis: Es wird erwartet, daß die TeilnehmerInnen am Seminar auch die Vorlesung Peru: Geschichte, Kultur und Literatur im Überblick (Mi 9-11)besuchen.
Feriensprechstunden: 05.09.; 19.09.; 26.09., jeweils freitags, ab 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS: HS 1265
Beginn: 02.05.2003
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 2
Modul: M
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende der Romanistik im Hauptstudium, insbesondere an Examenskandidaten. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich das Kolloquium wie im Sommersemester 03 mit der Medien- und Film-Theorie von Gilles Deleuze. Wir lesen insbesondere den 2. Band des Werkes:
Über die konkrete Themenstellung hinausgehend versteht sich das Kolloquium als Diskussionsforum für vorgesehene oder in Arbeit befindliche Qualifikationsarbeiten. Den KandidatInnen wird Gelegenheit geboten, Thesen zu ihren jeweiligen Arbeiten oder ausgewählte Kapitel vorzutragen bzw. zur Diskussion zu stellen.
Feriensprechstunden: 05.09.; 19.09.; 26.09., jeweils freitags, ab 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 18-18.45
Übung: HS 1278
Beginn: 15.10.2003
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 2
Modul: M
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Die Übung ist als Ergänzungsveranstaltung für die Teilnehmer meines Pro- und Hauptseminars vorgesehen. Thematisiert werden allgemeine Fragen der wissenschaftlichen Arbeitstechnik in konkreter Anwendung auf die im Proseminar I 'Einführung in die peruanische Lyrik' sowie im Hauptseminar 'Neuere peruanische Erzählliteratur' vergebenen Referate bzw. Hausarbeiten. Um des vorgesehenen didaktischen Ziels der Veranstaltung willen - der zielgenauen und individuellen Betreuung - ist eine vorhergehende Anmeldung dringend erforderlich. Bitte verwenden Sie hierzu die in den Seminaren zirkulierenden Formulare.
Feriensprechstunden: 05.09.; 19.09.; 26.09., jeweils freitags, ab 9 Uhr c.t.Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 9-11
HS: HS 1277
Beginn: 30.04.03
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Thema des Seminars ist die aktuelle Theaterszene in Buenos Aires. Die wichtigste Voraussetzung zur Kennzeichnung dieses Theaters (vor allem aus deutscher Perspektive) ist, daß es sich hierbei um ein alternatives - also kein kommerzielles - Theater handelt. Klaus Kiewert hat hierzu in einem einjährigen Forschungsaufenthalt in Argentinien vielfältiges Material gesammelt, das dem Seminar zugrunde liegt. Folgende Stücke werden besprochen:
Zu den ersten drei Stücken liegen Videoaufzeichnungen von aktuellen Aufführungen vor. Wir gehen jedoch davon aus, daß es gelingen wird, auch von den beiden letztgenannten Stücken vor Semesterbeginn Videodokumentationen zu beschaffen. "Theater" soll im Seminar also als semiotische Praxis in ihrer vollen Bandbreite thematisiert werden, nicht nur als Lese-, sondern vor allem als Aufführungs-Text. Erst auf dieser Ebene entfaltet das Theater ja seine eigentliche ästhetische Wirksamkeit. Zu dieser Kontextgebundenheit des Theaters im allgemeinen kommt im Falle des argentinischen Theaters der Gegenwart der bestimmende Hintergrund der tiefgreifenden Krise hinzu, in der sich das Land befindet. Welches ist Funktion einer ästhetischen Praxis wie der des Theater, das immer noch - und zu Recht - als eine Art kultureller "Luxus" angesehen wird, inmitten einer gesellschaftspolitischen Situation, die von vielen als "abgründig" angesehen wird? Es ist vorgesehen, im Rahmen des Seminars eine Exkursion zu einer Theateraufführung des Regisseurs und Dramaturgen Rafael Spregelburd in Berlin durchzuführen. Die Aufführung findet Anfang Mai statt. Die Modalitäten der Exkursion sowie weitere Details zur Seminargestaltung werden in der Vorbesprechung am Freitag, den 14.02.03, 16.00 Uhr (in meinem Dienstzimmer 1278) bekanntgegeben.
Feriensprechstunden:28.02., 14.03., 16.04.03 jeweils um 9.00 c.t.Name: Berg
Zeit: Freitag, 9-11
HS: 1265
Beginn: 02.05.2003
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul: L
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Das Seminar versteht sich als Einführung in die jüngere brasilianische Erzählliteratur des 20. Jahrhunderts. Auf dem Programm stehen insgesamt fünf Werke:
Ästhetische Innovation, Bekanntheitsgrad der Autoren (bzw. der Autorinnen) sowie
referentielle Bezüge zur brasilianischen Gesellschaft des ausgehenden 20. Jahrhunderts sind die Kriterien für die
Auswahl der Werke. Der Roman von Paulo Lins wurde in die Liste aufgenommen aufgrund des spektakulären Erfolges der
gleichnamigen Verfilmung seines Romans. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Seminar (Schein!) ist die Lektüre
von mindestens drei der genannten Werke sowie die Anfertigung einer Hausarbeit. Die Arbeit im Seminar vollzieht sich im Wechsel von
exemplarischen Analysen im Plenum und Referaten der TeilnehmerInnen zu ausgewählten Themen.
Bitte beachten Sie den Termin der Vorbesprechung am Freitag, den 14.02.03, 17.00 Uhr in meinem Dienstzimmer 1278
vor. Thema der Vorbesprechung ist die Festlegung des genauen Seminarprogramms sowie die Verteilung der Referate. Außerdem
werden auch die Modi für die Beschaffung der Texte besprochen.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: HS 1277
Beginn: 30.04.2003
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
SWS: 2
Modul: M
ECTS-Punkte: 8
Sprache der Veranstaltung: Spanisch
Thema des Seminars ist eine Retrospektive zur "klassischen Epoche" des mexikanischen Films zwischen 1935 und 1960. Im Zentrum stehen Filme der Regisseure Fernando de Fuentes und Ismael Rodríguez. Der (über Mexiko weit) hinausragende Star der Epoche war María Félix. Zum Repertoire der Filme, die besprochen werden, gehören:
Die Gegenstände der Besprechung sind vielfältiger Art: der Beitrag des untersuchten Corpus zur Geschichte des mexikanischen Films o die Stellung des mexikanischen Films im internationalen Kontext o spezifische Themen und ästhetische Verfahren des mexikanischen Films o die Rolle der Protagonisten; die Rolle des "Superstars" María Félix unter feministischen Gesichtspunkten o die Rolle der Regisseure, etc. Aufgrund einer größeren Sendung von Video-Material, die ich im Laufe des Monats Januar erwarte, ist die Zusammenstellung eines detaillierten Semesterprogramms z.Zt. noch nicht möglich. Sie wird in der Vorbesprechung am Freitag, den 14.02.03, 16.30 (in meinem Dienstzimmer 1278) bekanntgegeben. InteressenInnen sind herzlich eingeladen.
Bitte beachten: Die im Seminar besprochenen Filme werden jeweils freitags von 20-22 Uhr in Raum 1277 vorgeführt. Erster Termin: Freitag, 02.05.05
Informationen zum mexikanischen Film: http://cinemexicano.mty.itesm.mx/front.html
Feriensprechstunden:28.02., 14.03., 16.04.03 jeweils um 9.00 c.t.
Raum:1278
Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS: HS 1265
Beginn: 02.05.2003
Art der Veranstaltung: Kolloquium
SWS: 2
Modul: M
ECTS-Punkte: -/-
Sprache der Veranstaltung: Deutsch
Die Veranstaltung wendet sich an Studierende der Romanistik im Hauptstudium, insbesondere an Examenskandidaten. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich das Kolloquium mit der Medien- und Kino-Theorie von Gilles Deleuze. Zugrundeleget sind die folgenden Ausgaben:
Eine Auswahl aus Texten der beiden Bände, die zur Besprechung vorgeschlagen werden, wird bis zum Beginn der vorlesungsfreien Zeit zusammengestellt
(s. Ordner zum Kolloquium bei Herrn Heinrich!). Über die konkrete Themenstellung hinausgehend versteht sich das Kolloquium als
Diskussionsforum für vorgesehene oder in Arbeit befindliche Qualifikationsarbeiten. Den KandidatInnen wird Gelegenheit geboten,
Thesen zu ihren jeweiligen Arbeiten oder ausgewählte Kapitel vorzutragen bzw. zur Diskussion zu stellen. InteressentInnen werden
gebeten, die Vorbesprechung wahrzunehmen, die am Freitag, den 14.02.03, 17.30 in meinem Dienstzimmer 1278 stattfindet.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 9-11
HS: HS 1034
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Die Vorlesung schließt in Methode und Zielsetzung an die gleichnamige Vorlesung im WS 01/02 an. Anhand exemplarischer
Lektüren ausgewählter Texte wird ein Überblick über die spanische und lateinamerikanische
Literaturgeschichte gegeben. Im laufenden Sommersemester steht neben der spanischen vor allem die lateinamerikanische Literatur im
Vordergrund. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Hispanistik im Grund- und Hauptstudium, insbesondere auch an
Studienanfänger. Wir schließen die Besprechung der spanischen Literatur mit den Themenbereichen "Nation" (19. Jahrhundert)
sowie "Bürgerkrieg und Exil" (20. Jahrhundert) ab. Im Bereich der lateinamerikanischen Literatur werden folgenden Themen behandelt:
- Entdeckung und Eroberung
- Barock- und Kolonialliteratur
- die Unabhängigkeit
- die Erfindung der Nation
- Universalismus und Indigenismus
- Moderne und Modernität.
Die Vorlesung ist kulturwissenschaftlich ausgerichtet. Die Vermittlung eines entsprechenden methodologischen Instrumentariums ist
integrierender Bestandteil der Veranstaltung.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Proseminar II
Die Rhetorik gehört zum Gemeingut der abendländischen Kultur- und Literaturtradition. Aus einer ursprünglich
pragmatisch verorteten Kunst der Rede (im politischen Bereich, im Gerichtswesen oder in der Predigt) entwickelte sich im Laufe der
Jahrhunderte ein festes System sprachlicher Formen, Wendungen und "Figuren", deren Funktion in erster Linie im ästhetischen
"Schmuck der Rede" gesehen wurde. Rhetorik wurde damit zum Inbegriff des "Literarischen". Zu einer radikalen Abkehr von dieser Tradition
-und der damit gegebenen Möglichkeit einer Neudefinition der Rhetorik- kam es erst im Laufe des 20. Jahrhunderts. Das Seminar
enthält zwei Teile: In einem ersten theoretischen Teil sollen Grundlagen der rhetorischen Tradition aufgearbeitet sowie Perspektiven
einer neueren Rhetorikdiskussion sichtbar gemacht werden. In einem zweiten praktischen Teil werden relevante Texte aus dem Bereich der
spanischen und lateinamerikanischen Literatur unter rhetorischen Gesichtspunkten analysiert. Weitere Informationen zum Seminar sowie
eine Anthologie von Texten sowohl für den ersten als auch den zweiten Teil des Seminars wird während der vorlesungsfreien
Zeit zusammengestellt und auf meiner Hompage publiziert.
Vorbesprechung: Freitag, 15.02., 16.30 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Freitag, 9-11
HS: 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Maurice Blanchot gehört zur Generation von Jean-Paul Sartre. Er hat wie dieser die Theorie und die Praxis der französischen
Literatur des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflußt. Wie Sartre sucht er nach einem Literaturkonzept, das eine Antwort darstellt
auf die traumatischen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und der Hitler-Diktatur. Doch die Antworten Blanchots weisen über
Sartre hinaus auf Konzepte der Dekonstruktion und der Praxis der "écriture", wie sie später von Jacques Derrida,
Roland Barthes und Julia Kristeva systematisiert wurden. Thema des Seminars sind ausgewählte Essays aus den Bänden Faux
pas (1943), La part du feu (1949), L'espace littéraire (1955) sowie Le livre à venir (1959). Außerdem
soll der Roman Thomas l'obscur (1950) besprochen werden. Eine genaue Lektüreliste wird während der vorlesungsfreien Zeit auf meiner Homepage veröffentlicht. Vorbesprechung: Freitag, 15.02., 17 Uhr, Raum 1278
Vorbesprechung: Freitag, 15.02., 17 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Freitag, 14-16
HS: HS 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Der als Feuilleton konzipierte Roman O triste fim de Polycarpo Quaresma von Alfonso Henriques de Lima Barreto erschien 1911 ohne
größeres Aufsehen. Heute gehört der Text zu den als "klassisch" eingestuften literarischen Werkes der
brasilianischen Literatur des 20. Jahrhunderts und wird mit den einschlägigen Werken von Euclides da Cunha, Mário
de Andrade, Gilberto Freyre oder Guimarães Rosa in einem Atemzug genannt. Der Roman, der in ironisch-einfühlsamer Weise
die in den ersten Jahrzehnten der brasilianischen Republik gängigen Klischeevorstellungen nationaler
Größe kritisch beleuchtet, gehört in Brasilien heute längst zur Schullektüre; hierzulande
ist der Roman kürzlich immerhin - eines der wenigen positiven Resultate des mit großem nationalem Pomp begangenen 500.
Gedenktags der "Entdeckung" Brasiliens! - in deutscher Übersetzung erschienen. Thema der Analyse im Seminar ist
sowohl die Bewertung der ästhetischen bzw. narrativen Leistung des Autor als auch der Versuch einer kulturhistorisch korrekten
Würdigung des Textes.
Vorbesprechung: Freitag, 15.02., 17 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 9-11
HS: HS 1032
Beginn: 1. Semesterwoche
Die Vorlesung hat Einführungscharakter. Anhand exemplarischer Lektüren ausgewählter Texte wird ein
Überblick über die spanische und lateinamerikanische Literaturgeschichte gegeben. Die Veranstaltung richtet sich an
Studierende der Hispanistik im Grund- und Hauptstudium, insbesondere auch an Studienanfänger. Die Planung erstreckt sich
über zwei Semester. Im Wintersemester 2001-02 wird die spanische, im Sommersemester 2002 die lateinamerikanische Literatur
behandelt.
Im ersten Teil (WS 2001-02) werden folgende thematische Schwerpunkte behandelt: die Zeit der Reconquista (Renaissance) · Liebe,
Ehre und Religion (Siglo de oro) · Vernunft und Glaube (Aufklärung) · Nation (19. Jahrhundert)
· Bürgerkrieg und Exil (20. Jahrhundert).
Die Vorlesung ist kulturwissenschaftlich ausgerichtet. Die Vermittlung eines entsprechenden methodologischen Instrumentariums ist
integrierender Bestandteil der Veranstaltung.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: HS 1265
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Proseminar II
Thema des Seminars sind zwei Romane der spanischen Gegenwartsliteratur: Todas las almas (1989) von Javier Marías und La hija del
caníbal (1997) von Rosa Montero. Einer von der Tageszeitung El País kürzlich durchgeführten Befragung
zufolge gilt der Roman Todas las almas (1989) von Marías als der beste spanische Roman zwischen 1975 und 1991. Auch La hija del
caníbal wurde von der Kritik mit Superlativen bedacht ("Premio Primavera de Novela 1997"). Bei beiden Autoren haben wir es
also mit dem Typus des "Erfolgsschriftstellers" zu tun. Welche Gründe stehen hinter diesem Erfolg? Welches sind die Themen
dieser Literatur? An welche formalen Schreibweisen schließt sie an? Welche Haltung nehmen die Autoren zur Gegenwart, vor allem aber
auch der Vergangenheit Spaniens ein?
Neben diesen Fragen (und dem Versuch ihrer Beantwortung) sollen Grundstrukturen der Romananalyse vermittelt werden. Ein weiteres Thema
ist die Gender-Problematik: Wie werden Geschlechterrollen im Roman dargestellt und behandelt? Lassen sich zwischen beiden Autoren
"geschlechtsspezifische" Unterschiede bezüglich Thematik, Stil und Perspektive ausmachen?
Die Texte sind bei der Buchhandlung Hispano-América (Konradstr.
11, 80801 München; Tel.: 089/34 97 27; e-mail: hispanoamerica.buecher@t-online.de)
auf Lager und können unter dieser Adresse von den Seminarteilnehmern selbständig bestellt werden (es erfolgt
keine Sammelbestellung). Aufgrund der Länge der Texte ist es dringend erforderlich, mit der Lektüre bereits in der
vorlesungsfreien Zeit zu beginnen.
Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, den 20.07.2001, 16.30 Uhr in Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Freitag, 9-11 und 14-16
HS: HS 1277
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Thema des Seminars ist die Untersuchung der Beziehungen zwischen Literatur und Film anhand ausgewählter Werke aus der
spanischen und lateinamerikanischen Filmproduktion. Ausgehend vom klassischen Problem der "Literaturverfilmung" soll die Fragestellung
jedoch ausgeweitet werden auf die allgemeinen medientheoretischen Aspekte des Themas. Im Zentrum der Fragestellung steht deshalb das
Problem der Eigengesetzlichkeit des jeweiligen Mediums ebenso wie die Frage ihrer gegenseitigen Beeinflussung. Im Theorieteil orientiert sich
das Seminar an einer wegweisenden Veröffentlichung der letzten Jahre:
Jochen Mecke / Volker Roloff (Hrsg.): Kino-/(Ro)Mania. Intermedialität zwischen Film und Literatur.
Stauffenburg Verlag. Tübingen: 1999 (in der Seminarbibliothek vorhanden!)
Eine Liste der im Seminar behandelten Filme bzw. literarischen Texte wird in der Vorbesprechung (22.07.01) ausgeteilt.
Die Beschäftigung mit den Medien erfordert Zeit. Deshalb wird das
Seminar 4-stündig organisiert. Eine der beiden wöchentlichen Sitzung ist vorgesehen für die
intensivierte Diskussion medientheoretischer Texte bzw. für die Projektion von Filmen. Durch den regelmäßigen
Besuch beider Sitzungstermine ergibt sich für die Seminarteilnehmer deshalb eine gewisse Ersparnis an Vorbereitungszeit.
Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, den 20.07.2001, 17 Uhr in Raum 1278
Name: Berg - zusammen mit Anika Meckesheimer
Zeit: Freitag, 9-11
HS: HS 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Ziel des Seminars ist es, literaturwissenschaftliche Theorie mit Textanalyse zu verbinden. Anhand der Lektüre neuerer Texte
zeitgenössischer mexikanischer Autorinnen soll die Anwendbarkeit verschiedener Ansätze feministischer
Literaturkritik und Gender Theorie auf den besonderen mexikanischen Kontext diskutiert werden. Das Seminar bietet damit einen Anreiz, sich
mit der Entwicklungsgeschichte feministischer Literaturwissenschaft auseinanderzusetzen. Die Verdienste und Nachteile der verschiedenen
Ansätze werden an konkreten Texten herausgearbeitet, die ein weites Spektrum mexikanischer Literaturgeschichte und dargestellter
mexikanischer Lebenswelten abdecken. Eine wichtige Fragestellung, die uns beschäftigen wird, ist verbunden mit der Diskussion um die
Brauchbarkeit einer Literaturkritik, die auf einer im wesentlichen eurozentristischen Ideengeschichte beruht. Mit dem Roman Hasta
no verte, Jesús mío (1969) von Elena Poniatowska und dem theoretischen Werk Sobre cultura femenina (1950) von
Rosario Castellanos treffen wir bespielsweise auf Texte, die der aktiven feministischen Bewegung der 70er in Europa und den USA zeitlich
vorausgehen. Dennoch leisten sie eine Infragestellung der patriarchalen Gesellschaftsordnung und schaffen neue Paradigmen weiblichen
Schreibens. Neuere Werke, die im Seminar diskutiert werden sollen, sind der bekannte Roman Como agua para chocolate (1990) von Laura
Esquivel, das Theaterstück Entre Villa y una mujer desnuda (1993) von Sabina Bergman, verschiedene Einakter von Elena Garro und
Kurzgeschichten von Carmen Boullosa aus den 80er und 90er Jahren.
Didaktische Konzeption: Das Seminar soll in spanischer Sprache abgehalten werden. Der allgemeinen Bedeutung des
Themas wegen soll es auch für Studierende im Grundstudium offen stehen. Es können sowohl Hauptseminar-als auch
Proseminarscheine erworben werden.
Texte: Die Romane Elena Poniatowska: Hasta no verte, Jesús mío und Laura Esquivel: Como agua para chocolate
können über die Buchhandlung "La Librería" in Bonn (www.lalibreria.de)
bezogen werden. Die übrigen Texte werden als Kopien zur Verfügung gestellt.
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Jutta Osinski: Einführung in die feministische Literaturwissenschaft.Berlin
1998*; Renate Kroll, Margarete Zimmermann (Hrsg.): Feministische Literaturwissenschaft in der Romanistik: theoretische Grundlagen -
Forschungsstand - Neuinterpretationen. Stuttgart 1995*; Susanne Kleinert: “Hispanoamerikanische Autorinnen - Sozialkritik, Phantastik und Demontage der
Geschlechterrollen”, in: Gnüg, Hildegard (Hrsg.): Frauen Literatur Geschichte. : schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur
Gegenwart. Stuttgart 1999, S. 403-419 (als Kopie im Ordner).
* Siehe Semesterapparat im Lesesaal der UB
Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, 15.02., 16 Uhr s.t.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 9-11
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Obwohl die Komödie im Gattungssystem der französischen Klassik weit unter der Tragödie
rangierte, war sie in der historischen und kulturellen Breitenwirkung die weitaus erfolgreichere Gattung. Daß es von den Klassikern
des französischen Theaters eigentlich nur Molière geschafft hat, einen Rang im Pantheon der Weltliteratur zu erringen,
hat er deshalb wohl offensichtlich nicht nur seinem persönlichen Genie, sondern auch den Gesetzen der Gattung zu
verdanken, der er sich verschrieben hatte. Diese waren im 17. Jahrhundert weitaus weniger festgeschrieben als diejenigen der
Tragödie oder anderer “ernster” Gattungen. Die Komödie erlaubte den “Realismus”, die
Mimesis durchschnittlicher, nicht gerade für vorbildlich erachteter Charaktere aus der sozial emporstrebenden
Bürgerschicht. Unter dem Deckmantel des Komischen, also des gesellschaftlich scheinbar Bedeutungslosen, gab sie Raum für
Infragestellungen weltanschaulicher und ideologischer Tragweite, wie sie in dieser Radikalität im Bereich der (ernsten!)
Tragödie wohl kaum möglich gewesen wären. Unter diesem Gesichtpunkt werden wir uns im Seminar vor allem mit den
großen Komödien von Molière zu beschäftigen haben. Zum Vergleich soll jedoch auch ein Blick
auf die Komödienproduktion von Pierre Corneille sowie die Tradition der spanischen comedia,
soweit sie in Frankreich rezipiert wurde. Zum didaktischen Programm des Seminars gehören außerdem die Beschäftigung
mit dem allgemeinen Problem des “Komischen” in der französischen Literatur sowie ein Einführung in
Grundzüge einer semiotischen Theorie des Theater bzw. der Komödie.
Texte: Molière: Le bourgeois gentilhomme • L'avare • Le misantrope • Dom Juan • Corneille: Le menteur
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Bertrand, Dominique: Dire le rire à l'âge classique : représenter
pour mieux contrôler. 1995.* • Eco, Umberto: Lüge und Ironie: vier Lesarten zwischen Klassik und Comic.
1999.* • Gilot, Michel: La comédie à l'âge classique 1997.* • Preisendanz, Wolfgang: Das
Komische 1976 (Kolloquium der Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik ; 7) (vorhanden in: Romanisches Seminar ) • Voltz, Pierre: La
Comédie / Pierre Voltz. 1971.* Ubersfeld, Anne: Les termes clés de l'analyse du théâtre.
Paris : Seuil, 1996; Ubersfeld, Anne: Lire le théatre. Paris : Ed. Sociales, 1978.
* Siehe Semesterapparat im Lesesaal der UB
Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, 16.02., 16.30 Uhr s.t.
Name: Berg
Zeit: Mittwoch, 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
“Lyrik” und “Prosa” haben in der Literatur des 20. Jahrhunderts ihre traditionelle Funktion als
Gattungmerkmale verloren. Prosa und Alltagssprache haben Eingang gefunden in die Poesie; erzählende, aber auch essayistische
Prosa erscheint aufgeladen, ja “überhöht” durch die Rhetorik poetischer Figuren und Strukturen. Poetischer Mehrwert
ist zu einem allgemeinen Gattungsmerkmal literarischer Texte geworden. Wenn diese Beobachtungen auch auf viele Literaturen der Gegenwart
zutreffen, so doch in besonderer Weise auf die Literatur Lateinamerikas im 20. Jahrhundert. Beruht der ungebrochene Reiz der
lateinamerikanischen Literatur vielleicht in ihrem “poetischen” Potential?
Ziel des Seminars ist es, ausgehend von der Diskussion um das Poème en prose in der
französischen bzw. das Prosagedicht in der deutschen Literatur, Beschreibungskonzepte zu entwickeln, die
der spezifischen Funktion des Phänomens dieser Gattungsmischung im Kontext der lateinamerikanischen Literatur des 20.
Jahrhunderts adäquat sind.
Didaktische Konzeption: Die Fragestellung soll anhand einer Reihe von unterschiedlichen Texten von verschiedenen
Autoren, Gattungen, zeitlichen oder räumlichen Kontexten untersucht werden. Ein (gewünschter) Nebeneffekt des Seminars
besteht in der damit verbundenen Einführung in einige der “klassischen” und kanonisierten Autoren der
romanischen Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu diesem Programm werden im ersten Teil des Seminars auszugsweise
Primärtexte besprochen. Im zweiten Teil sollen die Teilnehmer eigene Analysen vorlegen.
Vorgesehene Texte:
• F.R. de Chateaubriand: Mémoires d'outre-tombe • Charles Baudelaire: Poèmes en prose • D.F.
Sarmiento: Facundo • O. Paz: El mono gramático • Juan Rulfo: Pedro Páramo •
José Lezama Lima: La expresión americana • João Güimarães Rosa: Grande
Sertão: Veredas • Julio Cortázar: El túnel • Prosa del observatorio • Deshoras
Die Textauszüge für die Plenumssitzungen des ersten Teils werden als Kopien zur Verfügung gestellt. Bibliographie:
Dauvois, Nathalie: Prose et poésie dans les "Essais" de Montaigne. Paris: 1997* • Fernández, Jesse (Hg.): El
poema en prosa en hispanoamérica : del modernismo a la vanguardia; Madrid: Hiperión, 1994.* • Hauck, Johannes: Typen des
französischen Prosagedichts : zum Zusammenhang von moderner Poetik und Erfahrung. Tübingen: 1994. (vh. im Romanischen
Seminar: Frei 23: Lf 3, 130 i) • Helguera, Luis Ignacio (Hg.): Antología del poema en prosa en México.
México:1993.* • Stephens, Sonya: Baudelaire's prose poems: the practice and politics of irony. Oxford 1999.*
* Siehe Semesterapparat im Lesesaal der UB
Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, 16.02., um 17 Uhr s.t.
Name : Berg
Zeit : Mittwoch, 9-11
HS : HS 1023
Beginn : 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung : Vorlesung
Seit Erscheinen meiner Einführung in die Lateinamerika-Studien ( Lateinamerika. Literatur • Geschichte • Kultur. Eine
Einführung ) ist die Diskussion um eine kulturwissenschaftliche Begründung der traditionellen philologischen Fächer –eine
Diskussion, in die sich mittlerweile auch die Politik mit normativem Anspruch einmischt– rasant fortgeschritten. Ziel der
Vorlesung ist es deshalb, den kulturwissenschaftlichen Ansatz der Lateinamerikanistik, wie er seinerzeit in der Einführung vorgeschlagen wurde,
vor dem Hintergrund neuerer Forschungsliteratur aufzugreifen und zu vertiefen. Die Vorlesung hat zwei Teile. Der Theorie-Teil orientiert
sich an zwei grundlegenden Veröffentlichungen: Klaus P. Hansen, Kultur und Kulturwissenschaft sowie Andreas Reckwitz, Die
Transformation der Kulturtheorien . Im Anwendungs-Teil wird die Frage nach den "kulturellen Universalien" einer allgemeinen
Lateinamerika-Kunde, wie sie in meiner eigenen Einführung gestellt wurde, aufgegriffen und an konkreten Beispielen aus der lateinamerikanischen
Kultur- und Literaturgeschichte im Hinblick auf die im ersten Teil vorgestellten Theorie-Entwürfe diskutiert.
Bibliographie: Klaus P. Hansen, Kultur und Kulturwissenschaft. Eine Einführung (zweite, vollständig überarbeitete und
erweiterte Auflage; A. Franke Verlag 2000, UTB Nr. 1846) • Andreas Reckwitz, Die Transformation der Kulturtheorien. Zur Entwicklung eines
Theorieprogramms (Velbrück Wissenschaft. Göttingen: 2000) • Walter Bruno Berg, Lateinamerika.
Literatur • Geschichte • Kultur. Eine Einführung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995.
Name : Berg
Zeit : Mittwoch, 14-16
HS : 1231/32
Beginn : 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung : Hauptseminar
Im Zentrum des Seminars stehen einige der Autorinnen und Autoren, die sich auf einem im Februar 1999 vom Zentrum
für Lateinamerika-Studien der Universität Eichstätt veranstalteten Internationalen Symposium vorgestellt haben: Teresa Calderón,
Ganzalo Contreras, Marco Antonio de la Parra, Jaime Collyer, Carlos Franz, Eduardo Labarca. Im Kontext von Fragestellungen, wie sie bereits in der
laufenden Vorlesung Lateinamerika 2000 zur Sprache gekommen sind, werden wir uns vor allem mit drei Themenkomplexen zu
beschäftigen haben:
• Welche Position nehmen die erwähnten Autoren ein im Prozeß der seit 10 Jahren eingeleiteten
"transición a la democracia"?
• Wo situieren sie sich im allgemeinen Spektrum der chilenischen Politik der Gegenwart?
• Welches sind die konkreten Modelle, die sie für die Zukunft anbieten?
• Welches sind die literarischen und ästhetischen
Mittel, mit denen sie sich Gehör zu verschaffen suchen?
Eine Liste der im Seminar behandelten Werke wird in der Vorbesprechung,
Freitag, 28.07., 16.30 Uhr, bekanntgegeben. Natürlich steht es den TeilnehmerInnen frei, eigene Vorschläge zu machen. Auch die
Beschaffung der Texte ist Gegenstand der Vorbesprechung. Das Seminar wird in spanischer Sprache durchgeführt.
(in Zusammenarbeit mit Prof. Charles Feitosa, Rio de Janeiro)
Name : Berg
Zeit : Freitag, 14-16
HS : 1231/32
Beginn : 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung : Hauptseminar
Die Idee des Seminars verdankt sich einem Vorschlag von Prof. Charles Feitosa (Rio de Janeiro). Charles Feitosa hat an der
Unversität Freiburg im Fach Philosophie promoviert und arbeitet zur Zeit als Philsophieprofessor an der UNIRIO -
Bundesuniversität in Rio de Janeiro. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Beziehungen zwischen philosophischer und
literarischer Ästhetik. Für das kommende Wintersemester bietet Ch. Feitosa ein Seminar zum Thema "Memória e Esqucimento. Formas de
constituição da temporalidade em Nietzsche y Freud" an. Hierzu werden Beispieltexte aus dem Bereich der
brasilianischen Literatur besprochen, insbesondere Texte von Clarice Lispector und João Guimarães Rosa. In unserem
eigenen Seminar werden wir uns ebenfalls mit Werken der beiden brasilianischen Schriftsteller befassen, und zwar insbesondere den Kurzgeschichten beider Autoren und
den crônicas von Clarice Lispector; im einzelnen:
C. Lispector: Laços da Família (1960)
J.G. Rosa: Tutaméia. Terceiras estórias (1967)
C. Lispector: A descoberta do mundo (1994)
Es ist geplant, die Ergebnisse der beiden Seminare, die parallel in
Freiburg und Rio de Janeiro durchgeführt werden, miteinander auszutauschen. Integrierender Bestandteil der beiden Seminare sind zwei
Online -Sitzungen, die für Mitte Dezember vorgesehen sind.
Texte: Aufgrund der notorischen Probleme von Sammelbestellungen werden die SeminarteilnehmerInnen gebeten, sich die o.gen. Texte
selbständig zu beschaffen. Die aktuellen Texte für die jeweiligen Sitzungen werden kopiert.
Name : Berg
Zeit : Freitag, 9-11
HS : 1231/32
Beginn : 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung : Hauptseminar
Der 400-jährige Geburtstag des spanischen Dramatikers Calderón de la Barca, der in diesem Jahr in der hispanischen
Welt mit erheblichem Aufwand begangen wird, ist der Hintergrund des Seminars. In aktualisierender Perspektive soll die Frage gestellt
werden, die vor 45 Jahren bereits von Hugo Friedrich formuliert worden ist, die Frage nach dem fremden Calderón . Die
Geburtstagsfeierlichkeiten nämlich machen vergessen, wie fremd, wie be-fremdlich uns der spanische Autor in Wirklichkeit ist.
Weder ästhetisch noch weltanschaulich paßt er in die Koordinaten der heutigen Zeit. Fremd ist uns der konzeptistische
Manierismus seiner Sprachkunst; fremd der unerbittliche Rationalismus seines christlichen Universalismus; fremd seine kompromißlose
Identifikation mit der spanischen Monarchie. Kein Zweifel jedoch, dass die Faszination des Dramatikers und Sprachkünstlers geblieben
ist. Gerade die kulturelle Fremdheit und Andersartigkeit des wichtigsten Dramatikers des Siglo de oro , wie sie sich darstellt
vor dem Hintergrund der kulturellen Standards des 20. Jahrhunderts, sollen jedoch Gegenstand des Seminars sein. Wir beschäftigen
uns mit einer Auswahl seiner Stücke, die die gesamte Bandbreite seines Theaterschaffens gattungsmäßig erfaßt:
• El médico de su honra •La vida es sueño • La dama duende • Eco y Narciso • El
gran teatro del mundo • Las visiones de la muerte . Das Seminar wird in spanischer Sprache durchgeführt.
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Hugo Friedrich: Der fremde Calderón . Freiburg 21966 (1955); Sebastian Neumeister: Mythos
und Repräsentation: die mythologischen Festspiele Calderóns . München: Fink, 1978.
Name: Berg
Zeit: Mi 9-11
HS: 1023
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Lateinamerika war einst das Utopia der Alten Welt. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend erscheint der Kontinent in anderem Licht. Ist Lateinamerika auch in Zukunft noch ein Kontinent der Hoffnung oder beschreitet es den Weg einer Katastrophe, die für die gesamte westliche Zivilisation zeichenhaft ist? Die Frage soll exemplarisch erörtert werden, und zwar am Beispiel der Länder Chile, Brasilien, Mexiko und Perú. Im ersten Teil der Vorlesung beschäftigen wir uns mit Antworten aus der Sicht der Sozialwissenschaften. Erörtert werden Themen wie Globalisierung, Neoliberalismus und parlamentarische Demokratie, aber auch Probleme wie Armut und Verelendung. Im zweiten Teil werden den sozialwissenschaftlichen Diagnosen die Antworten aus dem Bereich der Literatur gegenübergestellt. Aus jedem der vier Länder wird ein Werk vorgestellt, in dem die Konflikte, aber auch die Perspektiven, die sich für die Zukunft Lateinamerikas im dritten Jahrtausend unserer Zeitrechnung eröffnen, ästhetischen Ausdruck gewinnen.
Feriensprechstunden: 25.02., 10.03., 14.04. (jeweils 11 Uhr s.t.)Name: Berg
Zeit: Fr 9-11 (Terminänderung!)
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Das Hauptseminar wird als Begleitseminar zur Vorlesung "Lateinamerika 2000: Apokalypse oder Normalisierung?" angeboten. Thematisiert
werden literarische Texte zur Jahrtausendwende aus Chile, Brasilien, Mexiko und Perú. Entsprechend dem Gegenstand wird der Begriff
"Literatur" sehr weit gefaßt. Es werden Texte besprochen aus allen Bereichen des kulturellen Lebens: Essayistik, Journalismus und
Internet, nicht weniger natürlich auch dem Bereich der "Literatur" im engeren und traditionellen Sinne dieses Wortes. Da die
Vorbereitungen aufgrund des Aktualitätsbezugs des Seminars noch nicht abgeschlossen sind, ist mit der Fertigstellung eines
endgültigen Lektüreprogramms nicht vor Beginn der Semesterferien zu rechnen. Das Programm wird am Schwarzen Brett des
Lehrstuhls Berg bekanntgegeben. Eine Vorbesprechung findet statt am Freitag, den 18.02., 16.30 Uhr, in Raum 1278.
Die Veranstaltung wird in spanischer Sprache abgehalten.
Name: Berg
Zeit: Mi 14-16 (Terminänderung!)
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Thema des Seminars sind zwei ebenso repräsentative wie gegensätzliche Autoren des spanischen Theaters des 20.
Jahrhunderts: Ramón del Valle-Inclán (1866-1936), der kompromißlose, dem Modernismus entwachsene Avangardist
der 20er und 30er Jahre; Antonio Buero Vallejo (*1916), der unter Konformismusverdacht stehende erfolgreiche Dramatiker der
Franco-Ära. Mit dem historischen Abstand jedoch verschwimmen die scharfen Konturen dieser scheinbar eindeutigen politisch-sozialen
Zuordnung. Die wichtigste Funktion des spanischen Theaters nach 1950 habe vielleicht gerade darin gelegen, bemerkt H.U. Gumbrecht deshalb zu
Recht, die Diskussion zwischen Progressiven und vermeidlichen Konformisten -die zugleich auch eine ästhetische Gratwanderung
war- überhaupt erst in Gang gesetzt zu haben. Die Gratwanderung beginnt jedoch nicht erst in den 50er, sondern bereits in
den 20er Jahren in der Zeit der Diktatur unter Primo de Riveira. Neben einem Vergleich der beiden Dramatiker geht es im Seminar deshalb vor
allem um die Analyse der "esperpentischen" Theatertechnik Valle-Incláns als einer exemplarischen Form des
ästhetischen Widerstands gegen eine als allgemein erfahrene Situation politischer Repression.
Jeweils zwei Stücke der beiden Autoren sollen ím Seminar besprochen werden. Valle-Inclán: Luces de Bohemia und Martes
de Carneval; Buero Vallejo: Historia de una escalera und Las Meninas.
Vorbesprechung:Freitag, den 18.02., 17 Uhr, in Raum 1278; Thema der Vorbesprechung ist auch die Beschaffung der Texte.
Die Veranstaltung wird in spanischer Sprache abgehalten.
Name: Berg
Zeit: Fr 14-16
HS: 1134
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
Die Veranstaltung setzt organisatorisch und inhaltlich das Kolloquium Gattung und Alterität fort, das im Wintersemester 99/00
angeboten wurde. Es werden aktuelle und klassische Texte der Medien- und Gattungstheorie diskutiert. Die im Kontext des Teilprojekts A 4
("Die identitätsstiftende Rolle literarischer und audiovisueller Gattungen in Lateinamerika") des
Sonderforschungsbereichs 541 arbeitenden Doktorandinnen und Doktoranden werden Zwischenergebnisse ihrer Arbeiten vorstellen.
Vorbesprechung:Freitag, den 18.02., 17.30 Uhr, in Raum 1278
Walter Bruno Berg
Alle weiteren Details werden rechtzeitig zu Semesterbeginn am Schwarzen Brett des Lehrstuhls Berg bekanntgegeben.
Name: Berg
Zeit: Mi 9-11
HS: 1023
Beginn: 2. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Die Vorlesung ist inhaltlich und organisatorisch mit dem von Dr. Markus Schäffauer angebotenen Proseminar 1 (Di 18-20:
"Einführung in die Literaturwissenschaft [Hispanistik]") abgestimmt. Durch den erfolgreichen Besuch beider
Lehrveranstaltungen kann der literaturwissenschaftliche Einführungsschein in die Hispanistik erworben werden. Thema
der Vorlesung sind "theoretische" Aspekte einer Einführung in die Literaturwissenschaft, während im Proseminar vor allem die
konkrete Analysearbeit an ausgewählten Beispieltexten im Vordergrund steht. Diese "Arbeitsteilung" zwischen Vorlesung und
Proseminar ist Bestandteil eines didaktischen Modells, das am Romanischen Seminar zur Zeit im Hinblick auf den Studiengang
"Französisch" diskutiert und in absehbarer Zeit wohl auch in die Praxis umgesetzt werden wird. Die Erprobung des Modells im Bereich
der Hispanistik hat also innovativen Charakter. Wir hoffen auf die Zustimmung und Mitarbeit der Studierenden. Alle weiteren
organisatorischen Informationen werden in der jeweiligen Einführungssitzungen beider Lehrveranstaltungen (erste
Vorlesung am 27.10. bzw. Seminarsitzung am 26.10!) mitgeteilt. Im Rahmen der Vorlesung werden folgende Themen behandelt:
Name: Berg
Zeit: Mi, 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 2. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar (Französisch / Spanisch)
Das Seminar wendet sich an RomanistInnen, denen es Spaß macht, über den eigenen Zaun zu schauen (und zu hören).
Thematisiert wird das Verhältnis von Literatur und Musik am Beispiel zweier "Klassiker" – Marcel Proust (Frankreich) und
Alejo Carpentier (Kuba). Es geht also sowohl um den Vergleich zweier Kulturen (Europa und Lateinamerika) als auch um die Untersuchung eines intermedialen
Problems: der Beziehung von Muskur und Literatur. Einführend beschäftigen wir uns mit dem Stellenwert und der Funktion der
Musik in Prousts A la recherche du temps perdu. Im Zentrum des Seminars stehen sodann die musiktheoretischen Schriften des
Kubaners Alejo Carpentier. Im letzten Drittel des Seminars beschäftigen wir uns mit der Analyse eines literarischen
Werkes von Carpentier, in der die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Musik exemplarisch behandelt werden soll. Zur Auswahl
stehen die Werke Los pasos perdidos (1953) und Concierto barroco (1974). Im Seminar kann
wahlweise ein Hauptseminar in französischer oder spanischer Literaturwissenschaft erworben werden. Die Thematik der Hausarbeiten
ist allgemein gehalten und nicht auf das Seminarthema "Musik und Literatur" eingeschränkt.
Bibliographie: A. Carpentier: Ese músico que llevo dentro (Th 19, 530a); W.B. Berg: "L'art de la littérature ou
littérature des arts? Zum Verhältnis literarischer und nichtliterarischer Ästhetik in A la recherche du temps
perdu" (Artikel, befindet sich im Semester-Ordner); H. Herlinghaus: Alejo Carpentier (Lh 19, 530m).
Vorbestellung: Für die Beschaffung der Romane Los pasos perdidos und Concierto barroco wird eine
Sammelbestellung durchgeführt (Redaktionsschluß der Liste bei Herrn Heinrich: Freitag, der 23.07.1999)
Vorbesprechung:
Freitag, den 09.07., 16.30 Uhr, Raum 1278
Anmerkung: Der verspätete Beginn der Vorlesung ist bedingt durch eine von mir geleitete Exkursion nach Argentinien, die vom 4.-20.10.1999
stattfindet.
Name: Berg
Zeit: Fr, 9-11
HS: 1231/32
Beginn: 2. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar (Portugiesisch)
Im Zentrum des Seminars stehen zwei herausragende Werke des brasilianischen Lyrikers Manuel Bandeira (1886-1968): Libertinagem
(1930) und Estela da manhã (1936). Um den Blick auf den allgemeinen Zeithorizont sowie das übrige Werk
Bandeiras zu lenken, soll neben der Lyrik auch eine Auswahl seiner essayistischen Schriften sowie seiner "crônicas" behandelt
werden. Die Arbeit im Seminar stützt sich insbesondere auf die kritische Ausgabe des lyrischen Werks von Bandeira, die Giulia Lanciana
in der Reihe Coleção Archivos besorgt hat. Auch die umfangreiche Sekundärliteratur, die in dieser Ausgabe
auszugsweise abgedruckt ist, wird im Seminar behandelt. Darüber hinausgehend sollen jedoch auch literaturtheoretische
Aspekte im Vordergrund stehen. Zu den weitergehenden Zielen des Seminars zählt in dieser Hinsicht die Erarbeitung eines
Analysemodells für Lyrikinterpretationen mit Allgemeinheitsanspruch.
Vorbesprechung: Freitag, den 09.07., 17 Uhr, Raum 1278
Vorbestellung:Für die Beschaffung der im Seminar verwendeten
Bandeira-Ausgabe in der Reihe Coleção Archivos, die im deutschen Buchhhandel sehr schwer zu bekommen ist, wird eine Sammelbestellung
durchgeführt (Redaktionsschluß der Liste bei Herrn Heinrich: Freitag, der 23.07.1999)
Anmerkung: Der verspätete Beginn der Vorlesung ist bedingt durch eine von mir geleitete Exkursion nach Argentinien, die vom 4.-20.10.1999
stattfindet.
Name: Berg
Zeit: Fr, 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 2. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
Ziel der Veranstaltung ist die Diskussion allgemeiner literatur- und kulturtheoretischer Veröffentlichungen neueren Datums. Eine
allgemeine thematische Verknüpfung mit dem Teilprojekt A 4 ("Die identitätsstiftende Rolle literarischer und audiovisueller Gattungen in
Lateinamerika") des Sonderforschungsbereichs 541 ist intendiert. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller romanistischen Teilfächer im
Hauptstudium. Insbesondere ExamenskandidatInnen sind zur Teilnahme eingeladen. Die Kolloquiumsarbeit umfaßt zwei Teile. Im ersten Teil sollen einige
grundlegende Arbeiten der neueren Diskussion zum Thema "Alterität und Gattung" diskutiert werden; im zweiten Teil erhalten die Teilnehmer
Gelegenheit, ihre eigenen Arbeiten dem Plenum zur Diskussion zu stellen.
Vorläufige Liste der in Teil 1 behandelten Texte:
Name: Berg
Zeit: Mi 8:30-10
HS: 1023
Beginn: 2. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
"Identität" ist ein relativ moderner Begriff für ein altes Problem. Identitätsprobleme treten auf, wenn gewachsene
Einheiten in Frage gestellt oder von Auflösung bedroht sind. Das welthistorisch bedeutsamste Beispiel eines Identitätsproblems
mit Langzeitwirkung ist die Entdeckung Amerikas, die Zerstörung der alten Kulturen und das allmähliche
Entstehen jenes neuen politischen und kulturellen Gebildes, das seit Beginn des 20. Jh. als „Lateinamerika" bezeichnet wird. Das
Problem der Identität stellt sich in Lateinamerika in zweierlei Hinsicht: seitens der „indígenas", der
Vertreter der ursprünglichen Kulturen, auf der einen; seitens der criollos,
Europäer, die das Land erobern und beschließen zu bleiben, auf der anderen Seite.
Nach der Unabhängigkeit im 19. Jh. ist das Identitätsproblem keineswegs gelöst. Da nun die
politische Nabelschnur zu Europa durchgetrennt ist, tritt es vielmehr in verstärkter Form auf: „Indigene" und
„eurozentrische" Ansprüche treten zueinander in Konkurrenz. Hinzu kommt die bis heute ungelöste soziale
Problematik der lateinamerikanischen Nationen... Das Identitätsproblem ist bereits in den ersten Zeugnissen
„lateinamerikanischer Literatur" in der Kolonialzeit präsent. Ziel der Vorlesung ist die Thematisierung der
Identitätsproblematik unter literarisch-formgeschichtlichen Aspekten, und zwar dem alle übrigen literarischen Formen
dominierenden Problem der Gattung. Folgende Gattungen werden behandelt: Chronik, Epos, Theater, Essay,
Roman, Lyrik. Eine genaue Liste der behandelten Texte wird in der ersten Semesterwoche bekanntgegeben (Anschlagbrett meines
Büros). Die erste Vorlesung findet in der zweiten Semesterwoche statt.
Name: Berg
Zeit: Mi 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Cortázars Ruf als ein Meister der phantastischen Kurzgeschichte ist unbestritten
und durch eine ununterbrochene Produktion immer wieder aufs neue belegt. Letztere reicht von der frühen Erzählsammlung Bestiario
(1951) über Las armas secretas (1958), Todos los fuegos el fuego (1966), Alguien que anda por ahí
(1977) bis hin zu Deshoras (1983), ein Werk, mit dem Cortázar kurz vor seinem Tod die
Gattung um einen weiteren Höhepunkt bereicherte. 1976 hat der Autor seine bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen Kurzgeschichten unter
dem Titel Los relatos in einer neuen Ausgabe, vor allem jedoch einer neuen Ordnung herausgegeben: „Ritos" (Bd. 1), „Juegos" (Bd. 2)
und „Pasajes" (Bd. 3). Die Kritik fand schnell heraus, daß die neue Ordnung keineswegs willkürlich war,
sondern ein –wenn auch vieldeutiges– Deutungs- und Interpretationsangebot enthält. Thema des Seminars soll es
sein, der Stichhaltigkeit dieser vom Autor selbst gesetzten Deutungshypothese nachzugehen und sie mit dem Instrumentarium der
literarischen Analyse zu überprüfen. Mehrere in den letzten Jahren erschienene Werke der Cortázar-Kritik liefern
hierzu wertvolle Hilfestellung.
Methode und Ziel: Das Hauptgewicht der Arbeit liegt auf der Lektüre und
Interpretation der Primärtexte. Dabei stehen zwei Gesichtspunkte im Vordergrund: zum einen die Erarbeitung eines
adäquaten narrativen Beschreibungsmodells; zum anderen die Frage nach der Struktur der Gattung „phantastische
Kurzgeschichte" und ihrer Bedeutung im Kontext der argentinischen Literatur. Die Referate selbst werden nicht vorgetragen, sondern liegen
als Diskussionsgrundlage eine Woche vor dem jeweiligen Termin dem Plenum vor. Bitte beachten sie deshalb den Termin der Vorbesprechung.
Texte: Julio Cortázar: Los relatos (3 Bände) (Eintragung in eine Liste für eine Sammelbestellung bei Herrn
Heinrich bis Samstag, den 27.02.)
Vorbesprechung: Mittwoch, den 10.02. 16.30 Uhr, Raum 1278
Name: Berg / Schäffauer
Zeit: Fr 9-11
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Ironie als narratives Verfahren zu beschreiben ist der Literaturwissenschaft
seit ihren Anfängen ein besonderes Anliegen gewesen. Wenn dies für die Literatur der Moderne gilt, so darf es für
diejenige der Post-Moderne sogar noch in besonderem Maße in Anspruch genommen werden. Insbesondere aber die lateinamerikanische
Literatur birgt in ihrem Anspruch der Relativierung europäischer Diskurse ein bislang wenig beachtetes Potential
an Ironie, das aus kulturtheoretischer Sicht hinterfragt zu werden verdient: Wie ironisch war die Moderne in Europa? Und wie in
Lateinamerika? Wie hielten es die historischen Avantgarden mit der Ironie? Gibt es eine spezifisch postmoderne Ironie? Dies sind Fragen,
die im Seminar behandelt werden sollen.
Der Schwerpunkt des Seminars, das sich an StudentInnen des Spanischen
und Portugiesischen richtet, soll auf dem 20. Jh. liegen. Auf Wunsch der Teilnehmer können aber auch einzelne Referate zu
Klassikern der Moderne wie z.B. Cervantes' Don Quijote vergeben werden. Ein entsprechender Textkorpus wird in der Vorbesprechung vereinbart.
Literatur: Behler, Ernst: Klassische Ironie, romantische Ironie, tragische Ironie: zum Ursprung dieser Begriffe. Darmstadt:
Wissenschaftl. Buchges. 1972; Hass, Hans-Egon: Ironie als literarisches Phänomen. Köln: Kiepenheuer und Witsch 1973; Booth, C. Wayne: A
Rhetoric of Irony. Chicago/London: Univ. of Chicago Press 1974; Prang, Helmut: Die romantische Ironie. Darmstadt:
Wissenschaftl. Buchges. 21980; Stolz, Christiane: Die Ironie im Roman des Siglo de Oro: Untersuchungen zur Narrativik im Don
Quijote, im Guzmán de Alfarache und im Buscón. Ffm: Lang 1980; Japp, Uwe: Theorie der Ironie. Ffm: Klostermann
1983; Handwerk, Gary J.: Irony and Ethics in Narrative. From Schlegel to Lacan. Yale Univ. Press 1985; Rorty, Richard: Kontingenz,
Ironie und Solidarität. Ffm: Suhrkamp 1992; Müller, Marika: Die Ironie: Kulturgeschichte und Textgestalt.
Würzburg: Königshausen & Neumann 1995; Brait, Beth: Ironia em perpectiva polifônica. Campinas:
UNICAMP 1996; Behler, Ernst: Ironie und literarische Moderne. Paderborn: Schöningh 1997; Bohrer, Karl Heinz: Sprachen
der Ironie - Sprachen des Ernstes. Ffm: Suhrkamp 1999.
Vorbesprechung: Mittwoch, den 10.02., 17.30 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Fr 14-16
HS: 1134
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Proseminar II (Spanisch)
Der Film ist ein Massen-Medium par excellence. Schon aufgrund des hohen technischen bzw. ökonomischen Produktionsaufwandes
gehören massenhafte Verbreitung und Rezeption zu den Grundbedingungen des Mediums. Abgesehen von einer direkten
Indienstnahme durch die jeweils herrschenden Ideologien zum Zwecke politischer Propaganda gehört die Verwendung spezifischer
national und kulturell geprägter Identitätsbilder zu den auffälligsten Merkmalen der Filmproduktion. Als
Träger und Produzent nationaler Klischees und Stereotypen gehört der Film deshalb auch zu den interessantesten
Phänomenen jener spezifischen Ausprägung der Massenkultur, die in Lateinamerika als „cultura popular"
bezeichnet wird.
Methode und Ziel: Thema des Seminars ist die Untersuchung nationaler und kultureller
Identitätsbilder in lateinamerikanischen Filmen, wobei der Akzent thematisch auf dem argentinischen Film liegt. Neben dem
thematischen Aspekt werden jedoch auch allgemeine Fragen der Filmanalyse besprochen. Parallel zu den Seminarsitzungen werden
wöchentlich zwei weitere Termine angeboten, in denen das Filmmaterial, das im Seminar besprochen wird, gezeigt wird. Zeit und
Ort dieser Sondertermine sowie eine vorläufige Liste der im Seminar zu untersuchenden Filme werden in der Vorbesprechung
bekanntgegeben.
Vorbesprechung: Mittwoch, den 10.02. 17 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Do 16-18 (14täglich)
HS: 1023
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Kommentar wird nachgetragen.
Name: Berg
Zeit: Fr 9-11
HS: 1273
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Kommentar wird nachgetragen.
Name: Berg
Zeit: Mi 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Kommentar wird nachgetragen.
Name: Berg
Zeit: Fr 14-16
HS: 1277
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Kommentar wird nachgetragen.
Name: Berg
Zeit: Mi 9-11
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Kommentar wird nachgetragen.
Name: Berg
Zeit: Mi 10-12
HS: 1023
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Literatur und Geschichtsschreibung stehen in Lateinamerika immer schon in enger Beziehung zueinander. Historiographische Werke wie
die crónicas des 16. Jh. gelten heute als der Beginn der lateinamerikanischen Literatur.
So fällt die aus Europa stammende Gattung des historischen Romans in Lateinamerika auf
fruchtbaren Boden. Der Erfolg der neuen Gattung steht im Kontext einer intentionalen Geschichtsschreibung, wie sie
für die auf die Unabhängigkeit folgenden Jahrzehnte charakteristisch ist und mit mannigfachen Akzentverschiebungen bis weit
ins 20. Jh. maßgeblich bleibt: Geht es einerseits um eine zukunftsorientierte Konsolidierung des Nationalstaatsgedankens der
jungen Republiken, so geht es andererseits um einen Prozeß der Aneignung historischer Vergangenheit, eine Intention, die bei
einigen Vertretern der Gattung über die Kolonialzeit hinaus zurückgreift auf die "indigene", präkolumbische
Geschichte des Kontinents.
Im Zentrum der Vorlesung steht ein Überblick über die
wichtigsten Vertreter des historischen Romans im 19. Jh.: Gertrudis Gómez de Avellaneda, Guatimozín
(1846); José Marmol, Amalia (1851); Ignacio Manuel Altamirano, Clemencia o el bien por el mal (1869);
Manuel de Jesús Galván, Enriquillo (1879);Eduardo Acevedo Díaz, Ismael
(1888); Alberto Blest Gana, Durante la Reconquista (1897). Einleitend werden gattungstheoretische Gesichtspunkte
erörtert, u.a. das Verhältnis von Literatur und Geschichtsschreibung außerhalb der strikten Gattungsgrenzen
des historischen Roman. Besprochen werden: Bartolomé de las Casas, Brevissima Relación de la Destruycion de Las Indias
(1542); Alonso de Ercilla y Zúñiga, La Auraucana (1569); José Joaquín Ferández de Lizardi, El
Periquillo Sarniento (1816). Die Vorlesung schließt mit einem Ausblick ins 20. Jh., und zwar
am Beispiel des historischen Romans des Mexikaners Fernando del Paso, Noticias del Imperio (1987).
Begleitend zur Vorlesung: vgl. das Hauptseminar "Ricardo Palma: Tradiciones peruanas" (Mi 14-16)
Name: Berg
Zeit: Mi 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Der Peruaner Ricardo Palma (1833-1919) gilt als der Schöpfer einer neuen literarischen Gattung: "tradiciones" sind
Geschichtserzählungen legendenhaften, anekdotischen Inhalts, auf der Grenze liegend zwischen literarischer Stilisierung und
historiographischem Bericht. Thematisch beschäftigen sich die "tradiciones" mit Personen, Gegenständen und Ereignissen
insbesondere der Kolonialzeit. Stand für die ersten Leser Palmas der idyllisierende, versöhnlich-humorvolle Grundton der
"tradiciones" im Vordergrund, der alsbald dazu führte, daß Palma vorgeworfen wurde, die Kolonialvergangenheit
romantisch zu idealisieren und zu verklären, so wird von der zeitgenössischen Palma-Forschung gerade der anti-romantische,
auf die Ästhetik des Modernismus vorausweisende Grundzug der Tradiciones peruanas hervorgehoben sowie in
ideologischer Hinsicht die feste Verankerung Palmas im Weltbild sowie im Wertesystem der peruanischen Republik. Genauere Untersuchungen
einzelner Texte und ihrer Varianten lassen erkennen, mit welcher Konsequenz sich Palma von seinen romantischen Anfängen
wegentwickelt hat, um schließlich zu einer Schreibweise zu finden, die ihn nicht nur zu einem repräsentativen Autor der fin
de siècle-Literatur hat werden lassen, sondern ihm darüber hinaus auch den Ruf
eines der größten Stilisten der lateinamerikanischen Literatur überhaupt eingebracht hat.
Im Zentrum des Seminars steht die kursorische Lektüre exemplarischer "tradiciones", die hinsichtlich ihrer
stilistisch-ästhetischen Struktur, ihres referentiell-historiographischen Gehaltes sowie in ihrem
Verhältnis zu benachbarten Gattungen der Epoche -insbesondere dem historischen Roman analysiert werden sollen. Zu den Voraussetzungen
einer erfolgreichen Teilnahme gehört deshalb der Besuch der Vorlesung Erzählte
Geschichte in Lateinamerika: von der Chronik zum historischen Roman (Mi 10-12).
Texte: Ricardo Palma, Tradiciones Peruanas. Cátedra N 384 (Eintragung in eine Liste für eine Sammelbestellung bei Herrn
Heinrich bis Samstag, den 02.08.97)
Vorbesprechung: Mittwoch, den 09.07.97, 16.30 Uhr, Raum 1278
Name: Berg
Zeit: Fr 9-11
HS: 1277 (Videoraum)
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Medienkundliches Proseminar II
Im Zentrum des Seminars stehen vier Filme des brasilianischen Cineasten Glauber Rocha: O
dragão da maldade contra o santo guerreiro; Terra em transe; A idade da terra; Deus e o diabo na terra do sol. Im
zweiten Teil des Seminars werden Ausschnitte aktueller "telenovela"-Produktionen besprochen.
In den 60er Jahren entstanden, von der Kritik als Meilensteine eines "cinema novo" gefeiert, ausgezeichnet mit einer Fülle
internationaler Preise, erscheinen die Filme Glauber Rochas heute eher als "Klassiker", als wegweisende Schöpfungen einer neuen
Sprache des Films. Die Schock-Ästhetik der poetischen Bildsequenzen des "cinema novo" zwingt uns, Brasilien, die
problematische Komplexität seiner Geschichte und Kultur, mit neuen Augen zu sehen. Auch die brasilianische "telenovela" weist
schöpferische Aspekte auf. Zu den wensentlichsten Merkmalen des Genres gehört die "brasilidade", der
affirmativ-spielerische Umgang mit Elementen eines stereotypisierten Brasilien-Bildes. Die breite internationale Rezeption, die die
"telenovela" gefunden hat, zeigt jedoch, daß die "brasilidade" dabei ist, zum Markenzeichen einer im Zeichen von
Globalisierung stehenden Popularkultur zu werden.
Ziel des Seminars ist es, mit Grundsätzen und Techniken der Filanalyse im engeren Sinne vertraut zu machen, die interextuellen und
intermedialen Bezüge des "cinema novo" hauszuarbeiten sowie soweit möglich die unterschiedlichen Produktions- und
Rezeptionsbedingungen des letzteren gegenüber der "telenovela" zu untersuchen.
Hinweis: Nach vorheriger Absprache mit dem Seminarleiter ist es möglich, im Seminar auch einen Hauptseminarschein
potugiesische Literaturwissenschaft zu erwerben.
Vorbereitung: Im September und in der ersten Oktoberhälfte werden insgesamt 6 Filmabende angeboten, an denen die im Seminar besprochenen Filme
gezeigt werden: 22.09. - 24.09. - 29.09 - 01.10 - 06.10. - 08.10.; jeweils 19 Uhr, Raum 1277 (Interessenten bitte in Liste bei Herrn Heinrich eintragen.)
Vorbesprechung: Freitag, den 11.07., 12:30 Uhr s.t.
Name: Berg
Zeit: Fr 10-12
HS: 1131/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Die Überbetonung der sprichwörtlichen ideologischen Polarität, unter der Voltaire und Rousseau meist gesehen
werden, läuft Gefahr, jene Aspekte zu übersehen, in denen beide Autoren, dem Zeitgeist folgend, übereinstimmen. Zu
diesen gehört die Praktizierung der Gattung Brief, einer der wichtigsten und repräsentativen Gattungen der
europäischen Aufklärung überhaupt. Die Funktion und Beliebtheit der Gattung geht über ihre rein mediale
Funktion als Kommunikationsmittel bei räumlich getrennten Kommunikationspartnern eine Funktion, die der Brief bis heute in fast
unveränderter Form beibehalten hat weit hinaus. So ist der Brief für die Aufklärer ein bevorzugtes Mittel, sich
Gehör zu verschaffen in der Sphäre der Öffentlichkeit. In Briefform werden Informationen verbreitet, Kontroversen ausgetragen,
Grundsätze verteidigt oder in Frage gestellt. Als Erfinder fiktiver Briefe schließlich feiert Rousseau seine
größten literarischen Triumphe. Thema des Seminars sind sowohl die medialen
als auch die gattungspoetischen Aspekte des Briefes. Die untersuchten Texte stammen sowohl aus dem Bereich der realen
Korrespondenz als auch dem der literarischen bzw. fiktionalen Produktion beider Autoren. Textuelle Grundlage ist einerseits Rousseaus
Erfolgsroman Julie ou la Nouvelle Héloïse, andererseits eine Anthologie von Briefen, zusammengestellt auf der
Grundlage der der verschiedenen von Voltaire und Rousseau untereinander bzw. mit anderen Aufklärern ausgetragenen Kontroversen. In der
Zusammenschau der verschiedenen Aspekte sowie ihrer Inbeziehung-setzung zu den Themen, die in den ausgetragenen Kontroversen zur Debatte
stehen, sollen kulturtypologische Einsichten gewonnen werden in grundsätzliche bzw. allgemeingültige Kommunikationsstrukturen der
französischen Aufklärung. Pflichtlektüre: Rousseau, Julie ou la Nouvelle Héloïse;
Voltaire, Lettre sur la nouvelle Héloïse, ou Aloïse de M. Jean-Jacques Rousseau
Texte: Rousseau, Julie ou la Nouvelle Héloïse (der Text muß käuflich erworben werden; Eintragung in
eine Liste für eine Sammelbestellung bei Herrn Heinrich bis Samstag, den 02.08.97; die übrigen Texte werden als Anthologie
zusammengestellt und stehen ab 1. August zur Verfügung)
Vorbesprechung: Freitag, den 11.07., 12 Uhr s.t.
Name: Berg
Zeit: Mi 10-12
HS: 1023
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Die Vorlesung setzt die Reihe der im Wintersemester 96/97 begonnenen Interpretationen zur spanischen und lateinamerikanischen Literatur
fort. Thema des Sommersemesters sind jedoch ausschließlich Texte aus dem Bereich der Lyrik. Traditionelle Vorbehalte
gegenüber der Erlernbarkeit einer "Kunst" der Interpretation, die Skepsis gegenüber der Möglichkeit, Interpretieren
als einen methodisch kontrollierten wissenschaftlichen Vorgang zu begreifen, sind in diesem Bereich am größten.
Demgegenüber soll in der Vorlesung gezeigt werden, daß Intuition, Lesegenuß auf der einen und die
wissenschaftlich-analytische Rekonstruktion poetischer Strukturen auf der anderen Seite keine einander ausschließenden
Gegensätze sind, sondern zueinander in enger Beziehung stehen und sich gegenseitig überschneiden.
Die Vorlesung unterstützt und ergänzt das Angebot der examensvorbereitenden Interpretationskurse, insbesondere im Bereich der
Hispanistik. Darüber hinaus wendet sie sich jedoch auch an Studierende der übrigen romanistischen Teilfächer.
Den Interpretationen im engeren Sinne geht jeweils eine allgemein gehaltene Einleitung voraus, in der methodologische Probleme
erörtert sowie sozio-historisches, werk- und geistesgeschichtliches Faktenwissen vermittelt wird, soweit es zum
Verständnis der Texte bzw. ihrer Kontexte notwendig ist. Es werdem Texte der folgenden Autoren behandelt. Spanien: Garcilaso de la
Vega, Francisco de Quevedo, José Zorilla, Antonio Machado; aus dem Bereich der Lateinamerika: Sor Juana, Ricardo José
Bustamante, Rubén Darío, César Vallejo, Jorge Luis Borges.
Name: Berg
Zeit: Mi 14-16
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Thema des Seminars sind zentrale Aspekte der argentinischen Literatur im ersten Drittel des 20. Jh. Unter den Hauptstädten
Südamerikas war Buenos Aires um die Jahrhundertwende eine der modernsten: Relativ stabile politische Verhältnisse, eine
expandierende Wirtschaft, eine für lateinamerikanische Verhältnisse breite, dank der forcierten Einwanderungspolitik
auch geistig mobile Mittelschicht waren entscheidende Faktoren, um die Stadt für einige Jahre zur Hauptstadt der kosmopolitischen
Literatenbewegung des Modernismus zu machen. Hier nicht in Managua veröffentlichte Rubén
Darío seine programmatischen Literatenporträts Los Raros. Der bedeutendste Modernist auf argentinischer Seite war der Dichter Leopoldo Lugones
(1874-1934). Der Modernismus ist jedoch nicht die einzige Bewegung, durch die die Epoche gekennzeichnet ist. Neben
kosmopolitisch-universellen Themen begeisterte man sich auch fürs Nationale, Bodenständige, also: lo
criollo. "Pampa" und "gaucho", später auch "tango" und "compadrito" wurden zu Schlüsselworten dieses der Ergründung des eigenen
Wesens, der "argentinidad", zugewandten Interesses. Der bedeutendste Vertreter dieser Bewegung war Ricardo Güiraldes (1886-1927). Sein Roman Don
Segundo Sombra (1926) gilt als eines der wichtigsten Werke der argentinischen Literatur im 20. Jh. Doch diese Gegensätze (Kosmopolitismus versus
Regionalismus) gelten nur für bestimmte Aspekte, nur in fest umrissenen Kontexten. Auch Güiraldes war Kosmopolit, und
Lugones wurde in den 30er Jahren zur Galeonsfigur eines kämpferischen Nationalismus. Über das
Ästhetische hinausgehend, sollen im Seminar deshalb auch die allgemeine sozialhistorische Situation und Entwicklung der
argentinischen Gesellschaft besprochen werden, vor deren Hintergrund erst die Begeisterung, aber auch die Kritik, auf die Lugones und
Güiraldes beim Publikum ihrer Zeit gestoßen sind, verständlich werden. Wir beschäftigen uns mit den
folgenden Werken. Lugones: Las montañas del oro; Odas seculares; Lunario sentimental; El payador. Güiraldes: Don
Segundo Sombra.
Texte: Für den Roman Don Segundo Sombra wird eine Sammelbestellung durchgeführt (Eintrag in eine Liste bei Herrn
Heinrich bis spätestens Freitag, den 28. Februar); die Lektüre des Romans gehört zum Pflichtprogramm der
TeilnehmerInnen; die Texte von Lugones werden in Auszügen photokopiert und liegen im Ordner aus.
Name: Berg
Zeit: Fr 10-12
HS: 1231/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Im Kontext einer zunehmend globalisierten "postmodernen" Kulturerfahrung verlieren Tango, Rumba, Salsa
oder Samba für den durchschnittlichen Kulturkonsumenten in Europa immer mehr die Qualität des Fremden und werden als
Phänomene einer allenfalls exotischen Erfahrung des Anderen der eigenen
Kulturerfahrung umstandslos einverleibt. Europäische Rezipienten verhalten sich dem Phänomen gegenüber
jedoch nicht grundsätzlich anders als lateinamerikanische: Die Massenkultur, um deren Produkte es geht, hat in der Tat globalisierende,
weltumspannende Dimensionen erreicht. Doch die Massenkultur ist keine anonyme Macht, zu der sie von ihren ersten Analytikern in den 70er
Jahre leichtfertig dämonisiert wurde. Auch hier existiert das schöpferische Individuum. Thema des Seminars ist die
Untersuchung der führenden Rolle, die Lateinamerika insbesondere Brasilien auf der Produzentenebene dieser Kultur
übernommen hat. Beispielhaft soll die Rolle der "música popular" untersucht werden, und zwar anhand der
Werke einiger ihrer Hauptvertreter: Caetano Veloso, Gilberto Gil und Chico Buarque. Auf Wunsch und Vorschlag der SeminarteilnehmerInnen kann
der Kanon der untersuchten Autoren und Werke natürlich auch erweitert werden. Bei unseren Untersuchungen geht es
grundsätzlich um vier Ebenen:
a) Analyse der textuellen Ebene;
b) Analyse der musikalischen Ebene;
c) Analyse des Produktions- und Distributionsapparats der "música popular";
d) Analyse des Rezipientenverhaltens.
Name: Berg
Zeit: Fr 15-17
HS: 1131/32
Beginn: 1. Semesterwoche
Art der Veranstaltung: Kolloquium
Auch in Lateinamerika ist unter den Bedingungen der sog. Postmoderne eine bemerkenswerte Diskussion entstanden, die zu einer neuen
Fokalisierung der historischen Grundbedingungen der eigenen Kultur geführt hat. Zu den parallelen Diskussionen in Europa verhält sich
diese Diskussion in einem fundamentalen Sinne dialogisch, d.h. es geht weder um die weitgehend blinde Übernahme eines
fremden Modernitätsdiskurses (wie zu Zeiten der historischen Avantgarde) noch um dessen ebenso
entschiedene Zurückweisung im Namen einer revolutionären "lateinamerikanischen" Identität (R.
Fernández Retamars "calibanismo"!): Aktuelle Kulturtheorien in Lateinamerika sind vielmehr dadurch ausgezeichnet, daß sie
die eigene Identität zu bestimmen versuchen im Kontext und unter den Bedingungen globaler, universeller
Veränderungen. Wie die beobachteten Phänomene so unterliegen offenbar auch die an dieser Diskussion teilnehmenden
Individuen dem Gesetz der Globalisierung. Sie finden sich nahezu in allen Ländern des Kontinents: Beatriz Sarlo und Nestor
García Canclini (beide Argentinien), Carlos Monsiváis (México), José Joaquín Brunner (Chile), Jesús
Martín-Barbero (Kolumbien), Sergio Paulo Rouanet und Luis Costa Lima (beide Brasilien). Die von diesen Autoren behandelten Themen
sind vielfältig und kreisen dennoch um zentrale, wiederkehrende Motive: Massenkultur; "cultura popular"; die alten und
die neuen Medien; die Entstehung einer globalen Kommunikationsgesellschaft; die potentielle Globalisierung der
regionalen bzw. nationalen Kulturen; der Geltungsverlust traditioneller, "dichotomisch" organisierter Beschreibungsmodelle
(Marxismus, Kapitalismus, Dependenztheorien), das Problem der kulturellen Hybridisierung.
Das Kolloquium ist ein Gesprächsangebot an Hispanisten im Hauptstudium, insbesondere Examenskandidaten und Doktoranden. Es sollen
repräsentative Texte der genannten AutorInnen vorgestellt, gelesen und diskutiert werden. Ich lade ein zu einer Vorbesprechung
für Donnerstag, den 13.02., 17 Uhr c.t. in meinem Dienstzimmer 1278. Thema der Vorbesprechung ist die Festlegung eines
endgültigen Programms, d.h. die Auswahl der Referenten bzw. eines für alle TeilnehmerInnen verbindlichen Lektürekanons.
Texte: werden auf Wunsch (bzw. nach Möglichkeit) als Kopien zur Verfügung gestellt.